ABSCHEULICHER MORD AN KHASOGGI: TRUMP WEIGERT SICH DIE SAUDISCHEN VERANTWORTLICHEN ZU VERFOLGEN

 

-UNHEILBARE INSTIMMIGKEITEN DES KAPITALISMUS-

  

Der Fall ist auf den Titelseiten der internationalen Presse gelandet, weil die Türkei Interesse daran hatte, ihn publik zu machen. Ansonsten hätte man ihn verschwiegen, wie so viele unzählige analoge Fälle. Das ist unsere Interpretationen dieser brutalen und grausamen Ereignisse um den Mordfall Khashoggi.

 

 

 

 

Momentan verfolgen wir einen bitteren Streit zwischen der türkischen und der amerikanischen Regierung (siehe Artikel “Auch für die Türkei Erdogans steige die US-Einfuhrzölle – wie für  China - Die Antwort: Starke Abwertung  der Währung” - “Der kommunistische Kampf” Nr.27 – Oktober 2018). Die amerikanische Regierung hat im August harte Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei erlassen. Nach der Logik des Zwists unter Bürgertümern hat daher auch die türkische Regierung reagiert und antwortete mit allen ihr möglichen Mitteln um dem amerikanischen Antagonisten entgegenzuwirken, und versuchte ihn in große Schwierigkeiten zu bringen. Das soll heißen, der türkische Präsident Erdogan versucht durch die Veröffentlichung dieses horrenden von den Saudis begangenen Verbrechens Trump gegen die Scheiche aufzustacheln, und sein Verhältnis zu dem Verbündeten und Freund, dem saudischen Prinzen Bin Salman zu ruinieren. Der bedauerliche und furchtbare “Fall Khashoggi” findet unter diesem Blickwinkel seine, unserer Meinung nach, plausible Erklärung.  

 

Es handelt sich wirklich um einen Fall gemeinsten Meuchelmords, bei dem eine völlig unschuldige und unpolitische Person sich plötzlich im Mittelpunkt eines Streits zwischen Bürgertümern wieder findet, was den Gemütszustand der halben Welt in Unruhe versetzt.

Wir alle in dieser Welt haben einen Sinn für Gerechtigkeit und angesichts einer so grausamen und erbarmungslosen Tat: Ein Mann wird in eine Botschaft gelockt, kaltblütig getötet und zerstückelt und anschließend lässt man ihn spurlos verschwinden, ist der Aufschrei nach Gerechtigkeit nur natürlich. Es ist normal zu denken, dass der Schuldige (oder die Schuldigen), sobald sie entlarvt worden sind, bestraft werden.

Im verblüffenden Fall Khashoggi findet diese Lösung allerdings keine Anwendung: Der entlarvte Schuldige wird nicht strafverfolgt! Trotz allem hat der Mörder das Recht, nicht bestraft zu werden. Warum? Aus welchem Grund?

 

Die Medien enthüllen uns, dass neben der allgemeinen Rechtsprechung noch eine andere “Gerechtigkeit” existiert: die kapitalistische, die die kapitalistischen Interessen schützt. Der  amerikanische Präsident Trump, der genügend Macht und Autorität besitzt, um den Schuldigen Bin Salman, d.h. den mit Amerika verbündeten saudiarabischen Thronfolger und Mandant des Mordes (wie aus den Untersuchungen des CIA hervorgeht) rechtlich zu belangen, stellt fest, dass “man nicht übertreiben dürfe”, “es keinen Grund gebe vorzugehen” gegen den verantwortlichen Mandanten.  

Die Presse berichtet, dass jene überraschende Entscheidung aus der Tatsache resultiere, dass Saudi Arabien als Verbündeter der Vereinigten Staaten und der westlichen Länder zu wichtig ist, um ihre Interessen an dem wertvollen Erdöl  im stürmischen Mittleren Osten zu wahren und zu verteidigen. Würde man den vom CIA als Schuldigen ausgemachten Prinzen straf verfolgen, würde man gleichzeitig die Interessengemeinschaft, die die westlichen Länder mit seinem Land pflegen in Schwierigkeiten bringen, sie würden in eine Krise geraten. Also wird Trump nicht gegen den Prinzen und Mandanten vorgehen.

Verblüffend! Allerdings Realität. Das Gesetz der imperialistischen Interessen geht dem Gesetz der Gerechtigkeit vor. Das kapitalistische System sagt uns, dass in dieser Gesellschaft auch so etwas möglich ist.

Wäre ein solch schreckliches Delikt in einem Land passiert, das nicht "amerikafreundlich” ist, hätte Trump die horrende Tat (mit seiner üblichen und aggressiven Show) sicher lauthals angeprangert. Mit seinem gewohnten Ungestüm hätte er Gerechtigkeit gefordert: der Schuldige müsse unter allen Umständen bestraft werden. Vielleicht hätte Trump den Fall sogar vor die Vereinten Nationen gebracht …

Beobachtet man diese Gesellschaft allerdings aufmerksam, dann eröffnen sich weitere Beispiele, die bestätigen, dass dies scheinbar erschütternde Verhalten des amerikanischen Regierungschefs nicht überraschen sollte. Saudi Arabien ist, wie viele andere westfreundliche Golfstaaten (Qatar, Arabische Emirate usw.) effektiv nie offiziell für seine allseits bekannten Grausamkeiten innerhalb des Landes angeprangert worden. Tortur, öffentliche Exekutionen, Verfolgungen (und sogar Sklaverei), so berichten Fachzeitschriften, sind an der Tagesordnung  in diesen Ländern. Komischerweise findet man in der westlichen Presse, die immer so aufmerksam über die Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, die Umwelt und die Demokratie wacht,  keine Anzeichen dieser horrenden Verbrechen. Sie ist allerdings äußerst besorgt darum, dass die arabischen Frauen in ihren Ländern nicht Auto fahren dürfen, oder ob es rechtens sei, die Burqua (den Schleier) tragen zu müssen. Aber keine Spur von den dort begangenen grausamen Verbrechen.

Man darf sich wirklich nicht über die unmoralische und erstaunliche Entscheidung Trumps wundern, denn auch die westlichen Länder haben in der Vergangenheit alle ausnahmslos brutale Diktaturen, wie die Pinochets in Chile oder vieler anderer in der Mitte und im Süden Amerikas oder Afrikas unterstützt, um ihre Interessen zu wahren, trotz der Ungerechtigkeiten, Tortur und dem Abmetzeln von Zehntausenden.

Kann die kapitalistische Gesellschaft demnach eine gerechte, moralische und zivile Gesellschaft bieten? Angesichts der Fakten liegt die Antwort auf der Hand: Nein! Wer weiß, wie viele weitere Delikte, Ungerechtigkeiten und Gräueltaten in der Welt begangen und im Namen der kapitalistischen Interessen vertuscht werden! Verbrechen, die immer unbekannt und unbestraft bleiben werden. 


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