IMPERIALISTISCHES DEUTSCHLAND IN BEWEGUNG: VIERTGRÖSSTER WAFFENEXPORTEUR (d. h. VON TOD und ZERSTÖRUNG) DER WELT

 

Es war einmal ein Deutschland, das sich als Land des „Friedens“, „der Neutralität“, „der Ökologie“ und „der sozialen Harmonie“ bezeichnete … so könnten wir diesen Artikel beginnen, genau wie man Märchen beginnt. Denn schon damals, als sich diese These in Deutschland öffentlich verbreitete, war auch das offensichtlich ein Märchen, eine Illusion, die nicht der Realität entsprach. Auch wenn viele – wie bei Märchen – damals naiv daran glaubten, darauf hofften oder so taten, als glaubten sie daran.

Doch Träume, wie Märchen, dauern bekanntlich nie lange; am Ende setzt sich die Realität immer durch, hart und erbarmungslos.

Wenn in den bürgerlichen Medien damals diese berauschende Illusion verbreitet wurde, gibt es all das heute nicht mehr,  alles hat sich verändert:  Der Wind, der jetzt in der Bundesrepublik weht, ist völlig anders, alles ist auf den Kopf gestellt. Heute wird verbreitet: Die Bundesrepublik ist das Bollwerk der europäischen Militärverteidigung. Und als Bestätigung ist es zu einem der Länder der Welt geworden, die am meisten Waffen produzieren. Auch für das kapitalistische Deutschland ist also der Moment gekommen, öffentlich sein wahres Gesicht zu zeigen: ein imperialistisches Land, auch im Bereich des Krieges.

100 Milliarden hat die Bundesregierung investiert, nicht um das Wohlergehen der Bevölkerung zu erhöhen – Löhne, Renten, Sozialleistungen –, sondern um die Produktion von Instrumenten des Todes, der Massenzerstörung, also von Waffen, zu steigern. Eine tragische Transformation. 

In Wirklichkeit gibt es keinen Grund, sich über diese Abscheulichkeiten zu wundern; alles folgt strikt der kapitalistischen Logik. Für die deutschen Multinationale bedeutet das: Um ihr Interesse an der ständigen Kapitalakkumulation zu verfolgen, sind auch Massenzerstörungen im Preis inbegriffen. Das heißt, wenn nötig, auch die Konkurrenten zu zerstören, sollte die Situation es erfordern – die ihrerseits natürlich dasselbe anstreben.

In dieser Transformation von einer Nation des „Friedens“ und der „Ökologie“ zu einem Bollwerk der „Verteidigung gegen brutale Feinde“ hat Deutschland beim Export von Waffen – Instrumenten der Zerstörung und des Todes – weltweit den vierten Platz erreicht und sogar das riesige China mit seiner stalinistischen Diktatur überholt. Damit liegt es hinter dem kriegstreiberischen Russland, das weltweit den dritten Platz im Waffenverkauf einnimmt.

Mit dieser Aufrüstung signalisiert die deutsche Regierung der Welt, dass die Absicht Deutschlands – also der großen deutschen multinationalen Konzerne – nicht nur darin besteht, eine führende Rolle bei der

wirtschaftlichen und politischen Führung Europas zu übernehmen, sondern auch eine militärische Führungsrolle einzunehmen. Eine tragische Wiederkehr der Vergangenheit.

Wenn diese Entwicklung für den Marxismus eine ständige Bestätigung seiner Analyse ist – nämlich dass der Krieg „die Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln“ ist –, so führt die Aufrüstung gesellschaftlich verständlicherweise zu enormer Frustration, Unbehagen und Abscheu bei jenen, die wirklich geglaubt hatten oder sich wirklich eingebildet hatten, dass das sogenannte „friedliche Deutschland“ eine Realität sei, eine Ausnahme in der kapitalistischen Welt: das „Land des Friedens“, der „Neutralität“, des „Antimilitarismus“ und sogar eine „ökologische Ausnahme“. Man kann sich heute das enorme Qualen dieser Menschen vorstellen, dieser naiven Träumer, die sich in der Vergangenheit sogar massenhaft mobilisiert und zu Millionen auf die Straßen gegangen sind, um diese Überzeugung zu unterstützen.

Es ist klar und offensichtlich: Wer kein Fachwissen hat und nicht die geringste Vorstellung davon besitzt, was Kapitalismus in seinen vielfältigen Aspekten und in seinen Perversionen ist, wird leicht zur Beute der lügnerischen, bürgerlichen Medien, die durch Beeinflussung und Manipulation die Menschen dazu bringen, Unwahrheiten zu glauben.

Für den Marxismus hingegen gilt das nicht; wie gesagt, ist all dies in seiner streng realistischen Analyse eine Bestätigung und folgt einer präzisen Logik, in der die Natur des Kapitalismus klar ist – sowohl in seiner Struktur als auch in seinen Zielen.

EXPORT VON KRIEGSPRODUKTEN

Kommen wir nun zu den Waffen. Wohin exportieren deutsche Unternehmen ihre Instrumente des Todes und der Zerstörung? Welche Märkte sind es, auf denen diese Rüstungsgüter abgesetzt werden? Diese Informationen liefert das Stockholmer Institut SIPRI.

SIPRI stellt zunächst klar, dass der Krieg in der Ukraine der auslösende Faktor für den Anstieg der weltweiten Produktion von Tod war – und somit auch in Deutschland (was die Realität bestätigt). So erklärt es „Spiegel“ vom 9. März 2026: „Deutschland hat seine Rolle als weltweiter Waffenexporteur in den vergangenen fünf Jahren deutlich ausgebaut. Die Bundesrepublik rückte im Zeitraum von 2021 bis 2025 in der Rangliste der wichtigsten Exporteure schwerer Waffen vom fünften auf den vierten Platz vor und überholte damit China. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor”.

Wie „Spiegel“ berichtet, ist laut SIPRI der Anteil der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine deutlich gestiegen und macht inzwischen 24 % der gesamten deutschen Rüstungsexporte aus. Überraschend hoch ist auch der Export in den Nahen Osten, der 33 % des Gesamtvolumens erreicht. Nach Asien und Ozeanien gehen hingegen nur 17 %. Der Rest wird in europäische Länder und andere Teile der Welt exportiert.

Der deutliche Anstieg der Waffenlieferungen an die Ukraine – auch durch Deutschland – folgt den Forderungen Trumps, die europäischen Verbündeten dazu zu drängen, den Krieg in der Ukraine gegen Russland zu übernehmen, während sich die USA um andere Kriege weltweit und die Eindämmung des Konkurrenten China kümmern. Somit ist auch die Bundesrepublik in diese Situation eingebunden und rüstet massiv auf, um an der globalen imperialistischen Auseinandersetzung teilzunehmen.

In dieser Logik wird klar, dass es im Kapitalismus keine „guten“ und „schlechten“ Kapitalisten geben kann – das sind nur Illusionen, die von lügnerischen Medien verbreitet werden. Alle Kapitalisten, wirklich alle, sind „gut“, wenn die Geschäfte „gut laufen“, und dieselben werden sofort „schlecht“ und „brutal“, wenn die Geschäfte „schlecht laufen“. Es gibt keine und kann keine Ausnahmen geben.

Heute stehen wir vor einem internationalen Wettbewerb zwischen multinationalen Konzernen, der sich rasch verschärft, weil immer mehr Unternehmen und Mächte auf dem Planeten entstehen und die gegenseitige Konkurrenz verschärfen. Das ist der Grund, warum zwangsläufig die Aufrüstung der verschiedenen Nationen folgt sowie die Verschärfung militärischer Konflikte, um sich gegenseitig Märkte zu entreißen. Es wird keine Rückkehr zur vorherigen Situation geben – wie viele fälschlicherweise glauben oder hoffen –, sondern vielmehr das Gegenteil. Das muss uns klar sein.

Das gilt auch für Deutschland, einst relativ friedlich, das zwangsläufig in diese monströse kapitalistische Spirale hineingezogen wird. Bis Revolutionen diesem ganzen Desaster ein Ende setzen.


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