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DIE EUROPÄISCHE UNION

ODER BESSER DIE UNION DES EUROPÄISCHEN UNTERNEHMERTUMS

                                                                                                                                                                                                                                            „Der kommunistische Kampf“ - März  2014

 

 

 

 

 

 

DDas Bürgertum hat wiederholte Male versucht den europäischen Markt zu vereinen.

 

Den ersten Versuch unternahm Napoleon.

 

Ende des 18.Jahrhunderts befand Frankreich sich im Aufschwung und wollte sich durch die Schaffung einer kontinentaleuropäischen Kraft dem englischen Imperialismus, der die halbe Welt kolonisiert hatte, entgegenstellen. Die wirtschaftliche Kraft Frankreichs und das Genie Napoleons reichten jedoch nicht aus um das europäische Bürgertum zu dominieren.

 

Den zweiten europäischen Einigungsversuch startete das deutsche Bürgertum mit Hitler.

 

Nach der Einigung Deutschlands durch Preußen und den Krieg von 1870, erhielt die deutsche Industrie einen starken Impuls und der gesamte europäische Markt, den andere Nationen beherrschten und kontrollierten, ließ den angewachsenen Geschäften des stark expandierenden deutschen Bürgertums keinen Raum. Also versuchten die deutschen Unternehmer sich mit Waffen im ersten Weltkrieg die notwendigen Gebiete zu verschaffen, um weiterhin einträglichen Gewinn zu machen. 

 

Die Niederlage von 1918 legte dieses Vorhaben vorerst auf Eis.

 

Dann aber, eben mit Hitler, versuchte das deutsche Bürgertum es zum zweiten Mal. Diesmal war die militärische Kraft größer und besser ausgestattet als die vorher, im ersten Weltkrieg aufgestellte.

Das amerikanische Bürgertum ließ die deutsche Initiative durch seinen militärischen Eingriff, aber vor allem durch seine massive wirtschaftliche Unterstützung der Alliierten scheitern. Mit ihrem Sieg versicherten sich die USA, dass sich kein europäisches Bürgertum herausbildete, das eine zu gefährliche Konkurrenz auf dem Weltmarkt dargestellt hätte, für die Geschäfte und die Gewinne der Amerikaner.

 

Für das deutsche Unternehmertum war die Konsequenz, dass es durch die Niederlage nicht nur den europäischen Markt nicht vereinen konnte, sondern sogar sein eigenes Deutschland getrennt vorfand!

Die Idee eines geeinten Europa hatten die europäischen Industriegruppen und Finanzbonzen allerdings schon länger im Sinn. Es handelt sich um ein existenzielles Problem des Überlebens im Dschungel der Konkurrenz zwischen den Mächten auf dem Weltmarkt. Der wirtschaftlich größte und stärkste ist den kleinen gegenüber im Vorteil. Das ist das unerbittliche Gesetz des Kapitals.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren es das deutsche, französische und italienische Bürgertum, die es noch einmal probierten, indem sie wirtschaftliche Abkommen zur Schaffung eines geeinten europäischen Marktes (EWG) abschlossen. Der Prozess war allerdings lang und langsam.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 und dem Zusammenbruch der UdSSR 1991 erhielt die Integration einen starken Impuls. 1992 wurde das Traktat von Maastricht ratifiziert und 2002 der Euro eingeführt.

Ab diesem Zeitpunkt erfuhr die europäische Einigung erneut eine starke Verlangsamung.

In den auf die Einführung des Euro folgenden 10 Jahren war die bedeutendste Tatsache das Verlangen eine Vereinbarung abzuschließen, die die Banken auf europäischer Ebene gesetzlich regelt, und die letztes Jahr im Dezember getroffen wurde.

Es stellt sich die Frage, warum nach dem Aufschwung der 90er Jahre, als die politische und militärische Einigung Europas fast abgeschlossen schien, dieser Einigungsprozess eine solche Verlangsamung erfuhr.

Es sieht so aus, als könnte das durch den Sieg an der europäischen und asiatischen Front im zweiten Weltkrieg gestärkte amerikanische Bürgertum zwar ein auf wirtschaftlicher und finanzieller Ebene geeintes Europa tolerieren, d.h. ein von ihm aus gesehen “schwaches” Europa, aber dass es kein “starkes” wollte, mit anderen Worten kein politisch oder gar militärisch vereintes Europa.

Daraus folgt, dass der amerikanische Imperialismus ein wirtschaftlich und finanziell geeintes Europa im Spiel der Weltmächte als Gegengewicht zu den neu aufkommendem mächtigen Bürgertum, vor allen den asiatischen, die ein kontinentales Gewichthaben, sieht. Es scheint allerdings klar, dass er im Verhältnis zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Unternehmertum eine überlegene und leitende Rolle spielen will, sowohl politisch als auch, vor allem, militärisch.

 

 

„Der kommunistische Kampf“ - März  2014

 

 



- STREIT UNTER DEN BÜRGERTÜMERN-

WIE DIE EUROPÄISCHEN BÜRGERTÜMER DIE  FORMATION DER EUROPÄISCHEN ARMEE SEHEN

                                                                                                                                                                                                                                                                             „Der kommunistische Kampf“ - September 2015

 

Obwohl man ständig von einem vereinten Europa spricht, gibt es eigentlich noch kein wirklich vereintes europäisches Heer.

Jede Nation, mit anderen Worten jedes Bürgertum (nach marxistischen Studien), hat eine eigene Armee  (nicht wie in den Vereinigten Staaten, wo ein einziges nationales Heer existiert).  In Europa gibt es als staatsübergreifendes Heer allein die NATO. Tatsache ist, dass dieses NATO-Heer nicht von den europäischen Bürgertümern gewollt war, sondern ihnen vom amerikanischen Imperialismus aufgezwungen wurde, da sie den 2.Weltkrieg gewonnen hatten. Also mussten die europäischen Unternehmertümer dies gezwungenermaßen hinnehmen.

Von diesem Konzept ausgehend ist es also normal anzunehmen, dass auch die
Europäer darauf aus sind , ein einziges, von den USA abgekoppeltes Heer zu bilden, damit sie ihre Geschäfte in der Welt besser unterstützen können.

Aber dieses Ziel zu erreichen ist für das europäische und deutsche Bürgertum nicht so leicht, wie es scheinen mag.

2002 ist es dem europäischen Unternehmertum gelungen die gemeinsame Währung (den Euro) einzuführen und viele glaubten, dass es in der Folge auch gelingen würde ein eigenes europäisches Herr aufbauen zu können. Aber dazu ist es nicht gekommen und 15 Jahre später steht dies noch nicht einmal auf der Tagesordnung. 

Daher kommt automatisch die Frage auf: (obwohl illustre Vertreter Europas dies ab und zu fordern) wieso hat der europäische Imperialismus so lange Zeit nach der Einführung des Euro noch kein eigenes Heer?

Viele könnten glauben, dass die Bildung eines vereinten Europas, die Einführung des Euro, die Bildung einer europäischen Armee, usw., usw., Dinge sind, die die Bevölkerung, die Arbeiter, das europäische Proletariat wollen: nichts könnte falscher sein. Die Arbeiter haben absolut kein Interesse an diesen Dingen, sie spielen keine Rolle und haben absolut kein Gewicht, auch wenn das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Es sind die Unternehmertümer, die Bürgertümer, die es in ihrem Kampf um die Aufteilung des Weltmarktes um beim Verkauf ihrer Produkte den maximalen Profit zu erreichen nötig haben sich zu stärken, sich zu vereinen, sich gegen die anderen kapitalistischen Konkurrenten zu wehren. Und um dies zu erreichen beziehen sie ihre nationalen Arbeitnehmer ein; beeinflussen, orientieren, leiten sie sie mit Hilfe ihrer Überredungsmittel (Fernsehen, Zeitungen, Politiker, Parlament, usw.) und es gelingt ihnen es so zu drehen, dass diese Ansprüche Bedürfnisse der Bevölkerung zu sein scheinen. Wie schon gesagt, ist dem nicht so. Am Ende müssen die Einwohner, die Arbeiter sich mit dem abfinden, was die Reichen schon lange vorher entschieden haben. 

Aber um auf die europäische Armee zurück zu kommen: 

Um zu verstehen, warum das europäische Bürgertum dieses Problem hat sie ncht bilden zu können, muss man zurückschauen auf den 2. Weltkrieg, den das deutsche Unternehmertum verloren hat. Diese Tatsache ist von extremer Wichtigkeit und nicht zu unterschätzen. Einen Weltkrieg, der zig Millionen Tote gefordert hat. Das bedeutet, dass der Gewinner, in diesem Fall die USA, unerbittlich seine Regeln 

 

aufzwingt. Indem sie den Europäern die Nato, die direkt von den USA angeführt wird, als militärische Kraft in Europa aufgezwungen hat, kann das amerikanische Bürgertum auch die Europäer direkt militärisch kontrollieren. Auf diese direkte Kontrolle will das amerikanische Unternehmertum anscheinend nicht verzichten, sie aber nicht einmal einschränken, angesichts der 300 amerikanischen Militärstützpunkte  (Quelle: “Base Struktur Report 2002”) auf deutschem Boden.

Versuchen wir besser zu verstehen, wie das Rangeln in diesem Streit unter den Bürgertümern funktioniert: Wenn die Amerikaner auf die ständige Forderung nach der Bildung einer europäischen Streitkraft antworten, dass die Nato mehr als ausreiche um ganz Europa militärisch zu verteidigen und ein vereintes europäisches Heer überflüssig sei, ist das eine politische Art und Weise zu sagen, dass die Amerikaner ein europäisches Heer auf gar keinen Fall wollen. Es heisst mit anderen Worten, dass die europäischen Bürgertümer, trotz der Einführung einer einzigen Währung, dem amerikanischen Imperialismus militärisch unterlegen bleiben müssen. Und die europäischen Bürgertümer haben keine Wahl, sie müssen diese Situation so akzeptieren. (Der Kampf unter den Bürgertümern ist unerbittlich).

Die Ereignisse am vergangenen 8. März um Junker, Präsident der Europäischen Kommission, bestätigen wieder einmal diesen amerikanischen Zwang. Bei dieser Gelegenheit, den wütenden militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, haben alle Zeitungen und alle Fernsehsender seine Erklärung wiedergegeben, in der er mit Nachdruck bestätigt, dass Europa ein vereintes europäisches Heer braucht um sich gegen die Russen zu behaupten. Jeder hätte erwartet, dass die Politiker, die Regierungen, die Parlamente der verschiedenen Länder usw. sich auch in diesem Sinne geäußert hätten.
Aber nein. Am nächsten Tag hat in Deutschland nur De Leine, die Verteidigungsministerin, Junckers Konzept aufgegriffen, alle anderen Politiker hüllten sich in Schweigen. Vor allem das Schweigen Merkels (Regierungschefin CDU-CSU) und ihres Vertreters  Gabriel (SPD) ist wichtig und bedeutsam. Als würden sie sagen: ja klar, auch wir sind für ein europäisches Heer, aber angesichts der Situation (d.h. der amerikanischen Opposition) hat es keinen Zweck, sich für diese Sache einzusetzen.

Für uns Marxisten ist es klar: den Arbeitern bringt eine Armee überhaupt nichts! Sie verursacht nur Kosten und hat die entsetzliche Aufgabe andere Arbeiter zu massakrieren, denn es liegt auf der Hand, dass die Führer und die Reichen nicht selbst in den Krieg ziehen.

Die Arbeiter, die Produzierenden sind daran interessiert ein würdiges Leben zu führen in einer Gesellschaft, in der produziert wird und die Produkte aufgeteilt werden.

Die bürgerliche Gesellschaft kann dies nicht bieten.

Eine gehebenere Gesellschaft, eine kommunistische, kann dies wahr machen.

 

 „Der kommunistische Kampf“ - September 2015

 



IMMIGRATIONSBOOM

UND STIMMENGEWINN DER AUSLÄNDERFEINDLICHEN RECHTEN BEI DEN LANDTAGSWAHLEN

DIE TRICKS, DIE DIE REICHEN IN SOLCHEN SITUATIONEN ANWENDEN

 

-DIE REICHEN BEWEGEN DIE REGIERUNGEN DAMIT SIE SOVIELE IMMIGRANTEN AUFNEHMEN WIE SIE BRAUCHEN, IN DER ZWISCHENZEIT SCHÜREN UND ERWEITERN SIE DIE RASSISTISCHEN PARTEIEN IN DER OPPOSITION, UM DIE ABREITER GESPALTEN ZU HALTEN-

________________________________________________________________________ „Der kommunistische Kampf“ - September  2016

 

Europa wurde im vergangenen Jahr (2015) von einer Migrationswelle ungeheuren Ausmaßes überschwemmt. Nie zuvor in der jüngsten europäischen Geschichte hat sich eine Situation solch bedeutender Dimensionen manifestiert.  

Die Immigranten kamen bekanntlich aus Ländern des Mittleren Osten und Nordafrika, wo Bürgerkriege lodern.

Wenn wir uns gut erinnern und beobachten, hatte Ende 2014 niemand eine solche Sache vorausgesehen oder erwartet (und dies beweist wieder einmal, wie extrem unverhersagbar und unregierbar das kapitalistische System ist, in dem niemand voraussehen oder beruhigt sein kann gegenüber dem, was morgen geschehen könnte).

Die europäischen Unternehmertümer werden alle seit einiger Zeit von dem Problem des ständigen Bevölkerungsrückgang, verursacht durch den Geburtenrückgang, gequält (wie wir ständig in dieser Zeitung berichten)  und befinden sich in der Situation, dass sie Arbeitskraft brauchen. Die deutsche Regierung hat, in dem Versuch dieses Problem für das deutsche Unternehmertum zu lösen, in den Jahren vor 2015 jährlich im Durchschnitt  200.000 – 300.000 Immigranten aufgenommen. Für die Jahre 2015 und folgende war ein Programm zur Aufnahme von mindestens 400.000 Ausländern vorgesehen.

Aber letztes Jahr -  wir sprechen noch vom Jahr 2015 – hat die Regierung angesichts des außergewöhnlichen Zuflusses an Flüchtlingen im Laufe des Jahres diese Zahl auf 800.000 angehoben, um anschließend alle, die angekommen sind aufzunehmen, also mehr als 1 Million.

Eine solche Masse von Menschen, die sich von einem Kontinent zum anderen bewegen, bringt unvermeidlich eine ganze Reihe von Problemen im sozialen Bereich und in der öffentlichen Ordnung mit sich. Aber man darf den wichtigsten und in diesem Zusammenhang grundlegenden Aspekt nicht aus den Augen verlieren, und zwar, dass diese enorme Masse an Immigranten, die über Europa herfallen, in den Fabriken und anderen Arbeitswelten enden wird und dort die schwersten und am schlechtesten bezahlten Arbeitsplätze bekleiden wird, die die europäische Jugend kategorisch ablehnt.

Aber die Medien heben dies nicht hervor,  stattdessen sind sie bemüht über die Kleinkriminalität, die ein minimaler Teil der Immigranten begeht, zu berichten, sie laut auszuposaunen und gefährlich aufzubauschen.

Ja, sehr kleine und wenig bedeutsame Straftaten, wenn wir sie mit den Millionen, und wir wiederholen: Millionen. von Immigranten, die in Europa sind in Zusammenhang bringen, die trotz des Hungerlohns hart arbeiten und sich korrekt verhalten in Relation sehen. Ihnen gegenüber sind Dutzende oder einige Hundert Kriminelle wirklich ein Nichts.

Die Medien müssten eigentlich die Ungerechtigkeiten anklagen, denen diese Arbeiter tagtäglich ausgesetzt sind: Sie werden stark unterbezahlt und super ausgebeutet; oft bekommen sie keinen regulären Vertrag und haben ewig lange Arbeitszeiten, die nicht ganz bezahlt werden. Diese sehr harten Arbeiten, denen sie nachgehen, provozieren ständig Arbeitsunfälle; oft bekommen sie keine Sozialabgaben gezahlt und können jeden Moment entlassen werden. Die Medien heben die enormen Gewinne, die die unersättlichen und 

zynischen Unternehmer mit diesem System machen;  die ungesunden Wohnbedingungen der Immigranten, die Trennung von Familien, usw. usw. nicht hervor.

Diese Arbeiter sind Millionen um Millionen von Personen hier in Europa (um nicht die außerhalb Europas mitzuzählen) die sich nicht das Problem stellen den Hund ausführen zu müssen oder den Müll zu trennen, sondern sehen müssen wie sie ihre Kinder satt bekommen, den Lebensunterhalt bestreiten, ein anständiges Dach über den Kopf bekommen.

Aber die Medien, die Journalisten und die Politiker zeigen immer wieder nur diese Kleinkriminalität und bauschen sie auf um GEFÜHLE GEGEN DIE IMMIGRANTEN ZU SCHAFFEN. 

WARUM SAGEN DIE MEDIEN NICHT DIE GANZE WAHRHEIT UND SCHÜREN SOMIT DEN RASSISMUS?

WELCHEN ZWECK VERFOLGEN DIE REICHEN, DIE DIE MEDIEN BESITZEN UND DEN RASSIMUS SCHÜREN?

 

DER ZWECK IST OFFENSICHTLICH UND SO ALT WIE DER KAPITALISMUS.

Das Spiel der Reichen ist es  DAFÜR ZU SORGEN, DASS DIE REGIERUNGEN (die sie direkt oder indirekt kontrollieren) EINERSEITS DIE IMMIGRANTEN, die sie – wie gesagt – so dringend brauchen AUFNEHMEN; andererseits mit ihren Fernsehsendern und ihrer Presse  EINE GEFÜHLSWELLE GEGEN DIE IMMIGRANTEN ZU SCHAFFEN, damit die NATIONALISTISCHEN UND RASSISTISCHEN PARTEIEN, die in der Opposition sind AN BODEN GEWINNEN, da sie IN DEN FABRIKEN DIE LOKALEN UND DIE AUSLÄNDISCHEN ARBEITER GEGENEINANDER AUFBRINGEN UND SO GETRENNT HALTEN MÜSSEN.

HIER WIRD DER ZWECK MEHR ALS OFFENSICHTLICH UND NIMMT GERSTALT AN.

DIVIDI  ET IMPERA! Mit dieser rassistischen Politik gelingt es den Unternehmern die Lohnkosten sehr gering zu halten (was wir seit dem Beginn des 19.Jahrhunderts tausendmal gesehen haben) und enorm viel zu verdienen. Und wie wir immer in der Vergangenheit beobachten konnten, haben wegen dieser Trennung der Arbeiter nicht nur die ausländischen Arbeiter verloren, sondern auch die lokalen, die es alleine (weil sie schwach sind) nicht schaffen ihre vorherigen Arbeitsbedingungen und Löhne zu verteidigen und den gewinnsüchtigen Unternehmern die Stirn zu bieten.

 

DIES KLAR VOR AUGEN ZU HABEN IST EXTREM WICHTIG.

Unsere Aufgabe ist es, dieses schmutzige Spiel des Bürgertums ständig klarzustellen und uns dafür einzusetzen, wie wir es über unsere Gewerkschaftsaktivisten tun, dass die Gewerkschaftsorganisationen eine Politik verfolgen, die gleiche Rechte für lokale und ausländische Arbeiter fordert.

 

 „Der kommunistische Kampf“ - September  2016

 



 

DIE ILLUSION VOM GUTEN, FRIEDFERTIGEN EUROPA, ANDERS  ALS DIE ANDEREN STAATEN

                                                                                                                                                                                                                                                                                                   „Der kommunistische Kampf“ - Juli 2016

 

Die Politiker, die Zeitungen und das Fernsehen verbreiten ihre Auffassung von Europa massiv: - in einer Welt, in der ständig Krisen und Kriege, Hunger und Armut entstehen, ist Europa der Kontinent des Friedens, der Zivilisation, der Kultur -. (spricht man mit Amerikanern oder Chinesen erfährt man, dass man ihnen in ihren Ländern, den USA und China, genau dasselbe erzählt.).

In all diesen dramatischen Entwicklungen, die die Welt in Schach halten – Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Staaten, Terrorismus, Umweltzerstörung, Korruption, Despotismus, Emigration, usw. - heben das Fernsehen, die Zeitungen und die Politiker Europa als Paladin der Verteidigung und der Verbreitung der “echten Werte”, an denen sich alle Länder der Welt orientieren müssten, hervor: Frieden, Demokratie, Toleranz, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, usw. Kein Europa des Zwists, sondern des Dialogs, des Verantwortungsbewußtseins, des Verständnisses, alles was dazu beitragen kann, das “Wertevakuum” in der Welt zu füllen.

Mit anderen Worten, Europa als Wunderheilmitttel zur Rettung der Welt.

Diese Litaneien werden uns ständig eingetrichtert.

Auch Pabst Bergoglio, Argentinier, hat sich im Mai während der Verleihung des “Internationalen Preis Karl der Große”  im Vatikan heftig für die Führungsrolle “Europas der Werte” ins Zeug gelegt, Gelegenheit, bei der zahlreiche Regierungschefs, unter anderem auch Merkel und Juncker anwesend waren: er forderte Europa auf, entschlossener die Führungsrolle des “guten Führers” zu übernehmen, , “mehr zu tun” in dieser Welt voller Probleme.

Der Pabst könnte davon absehen, sich zu diesen Themen zu äußern und die Gläubigen dazu aufrufen sich nur dem Beten hinzugeben, um die Erlösung der Seele zu erreichen.

Stattdessen stellt sich die Religion (Opium für das Volk) immer und immer wieder öffentlich in den Dienst des kapitalistischen Systems und fordert alle Gläubigen dazu auf, sich auf diese Konzeptionen einzuschwören.

Wenn wir genau beobachten, hebt diese Gruppe von Subjekten und Kräften in diesen kontinuierlichen Aufrufen sich um dieses  “gute” Europa “der Werte” zu sammeln aus Bequemlichkeit und Interesse nur die positiven Aspekte dieses Themas und alle Vorteile, die dieser europäische Prozess bringen könnte, hervor.

Kein Wort über die negativen Aspekte. Sie werden nicht hervorgehoben, ja nicht einmal angesprochen. Sie werden natürlich wissentlich übergangen. Es ist immer unangenehm und wenig erfreulich die negativen Aspekte unter der Bevölkerung zu verbreiten.

Aber wir tun realistisch gesehen gut daran, sie genauer anzuschauen und zu unterstreichen:

 

-  Europa hat zwei Weltkriege und eine Unzahl an geographisch begrenzten Kriegen hinter        sich.

 

-  dann war da der Krieg in Jugoslawien 1995, an dem alle europäischen Nationen (Bürgertümer) teilgenommen und unzählige Opfer und große Zerstörung verursacht haben.

 

-  Teilnahme an den Kriegen in Afghanistan – Irak. Auch hier mit hundertausenden von Zivilopfern und Verwüstung.

- jetzige Teilnahme am Bürgerkrieg in Syrien, in dem die “guten” Europäer gemeinsam mit den “mächtigen” Amerikanern und den “bösen” Russen regelmäßig bombardieren, auch hier mit unendlich vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung als “Nebenwirkung”.

-  Waffenlieferungen in die ganze Welt, auch und vor allem in arabische Länder wie Saudi Arabien, wo eine eiserne Diktatur herrscht, mit blutiger politischer Repression und öffentlichen Enthauptungen.

 

Wenn man gut hinschaut, sind die negativen Aspekte dieses “Europa der Werte” nicht gerade wenige und auch nicht gerade banal.

 

Sind dies vielleicht die “Werte”, auf die sich die Politiker, die Medien, die Religionen beziehen?

Reale Aspekte, die sicherlich nicht todzuschweigen, verstecken und zu unterschätzen, sondern zu analysieren, gut zu verstehen und hervorzuheben sind.

Und es ist immer gut zu wiederholen und zu unterstreichen, dass es in dieser Gesellschaft den Politikern, den Medien, dem Fernsehen, den Zeitungen und den Priestern usw. gebührt, die Aufgabe zu übernehmen nur den Teil der Wahrheit, der dem System zu Gute kommt zum Vorschein kommen zu lassen; dem System, das von den Reichen geleitet und regiert wird.

Eines ist allerdings klar: ein gutes Europa existiert nicht und wird niemals existieren können.

In einer Welt, in der alles vom Verdienst, dem Wettbewerb, den Geschäften geleitet wird, wo der Superreiche und der extrem Arme existieren, (das ist die Realität) kann es keine “gute” Nation geben. Es hat sie nie gegeben und es wird sie nie geben. Das ist sicher! Sie wollen uns vom Gegenteil überzeugen, aber die Wirklichkeit bestätigt uns eben dies.

Die europäische Zukunft, also die Zukunft der europäischen Bürgertümer, ist leicht vorhersagbar. Es wird ein ständiger Zwist mit den anderen Bürgertümern der Welt werden, ein ununterbrochenes Aufeinandertreffen von imperialistischen Räubern, die sich die anderen Nationen einheimsen wollen, d.h. Teile des Marktes, wo sie ihre lukrativen Geschäfte machen, wo sie optimale Verdienstspannen erzielen können. Dies wird sicher auch Zeiten relativer Ruhe bedeuten, aber es wird vor allem, wie wir wissen, neue Krisen und immer wieder neue Kriege heraufbeschwören, genauso wie es jetzt in Syrien, Afghanistan, Irak, Lybien, Jemen geschieht. Oder es wird ein ständiger Kampf zwischen den Superreichen und dem Proletariat sein, wie es schon in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal an der Tagesordnung ist.

Von wegen führende Rolle auf dem Weg des “Friedens”, der “Zivilisation”, der “Kultur” und “Toleranz”! Das sind Märchen für die Unbedarften.

Man muss der Realität ins Auge sehen, man muss sie verstehen und sich dementsprechend organisieren.

 

 „Der kommunistische Kampf“ - Juli 2016

 



WO IST DEUTSCHLAND MILITÄRISCH

PRÄSENT IN DER WELT?

                                                                                                                                                                                                                „Der kommunistische Kampf“ - Juni  2016

 

 SZ-Grafic: Quelle: Bundeswehr.de
SZ-Grafic: Quelle: Bundeswehr.de

 

Die Bürgertümer, also die Reichen, versuchen immer ihre Strategien nicht publik werden zu lassen, und dies gilt vor allem für den militärischen Aspekt. Für sie ist die militärische Macht ein wesentlicher Faktor dafür, den Mechanismus des immer mehr Verdienens in Gang zu halten um reicher und reicher zu werden.

Die Kapitalisten haben allerdings auch die Notwendigkeit, dass der brutale Krieg (der für sie militärische Eroberung neuer Märkte bedeutet, bei der Personen getötet, Häuser abgebrannt, Städte zerstört werden) in den Augen des Proletariats verschönert, verfälscht, transformiert, versüßt wird. Mit ihren täglichen Lügen schaffen sie es (dem Krieg) unglaubliche Bezeichnungen wie  “humanitär Eingriff”, “Friedensmission” aufzudrücken. Einfach unglaublich.

Vielleicht nehmen sich die Leute nicht die angemessene Zeit um darüber nachzudenken. Wir Marxisten schon.

Aber wie schaffen sie es, dass die Leute an solche Absurditäten glauben?

Mittels ihrer Fernsehsender, Presse, Politiker, Priester, Parteien, Regierungen, Parlamente, usw. lassen sie es so erscheinen, als ob es einem Feind Einhalt zu gebieten gelte (und der Feind täuscht in seinem Land das gleiche vor). Auf diese Weise schaffen sie es glaubwürdig zu wirken und der Bevölkerung den desaströsen (und für die Menschheit unnötigen) bewaffneten militärischen Eingriff schmackhaft zu machen; Eingriff, der in Wirklichkeit ganz anderen Zwecken dient.

Wenn wir die Sache vertiefen, können wir leicht herausfinden, dass es in der Geschichte keinen militärischen Eingriff gegeben hat, der nicht als “humanitär” oder “für den Frieden” ausgegeben wurde: vom Eingriff in Vietnam bis zu dem in Jugoslawien, von den Kriegen in Afghanistan zu denen im Irak, von dem in Tschetschenien zu denen in Libyen und jetzt in Syrien, Jemen, Mali, usw. usw. Alles Kriege, die als “humanitäre Eingriffe für den Frieden” definiert wurden und die insgesamt einige Millionen Tote gefordert, unglaubliche Zerstörung, Armut und Hunger verursacht haben.

Und auch die deutschen Reichen haben durch ihre Regierungen momentan ihre “humanitären Eingriffe”.

Wo ist Deutschland momentan mit seinem Heer in der Welt präsent?

Versteckt hinter dem Namen ISAF kämpft Deutschland mit 1000 Soldaten gerade in Afghanistan. Unter der Obhut  von KFOR ist Deutschland in Kosovo mit 900  

 

Soldaten präsent und ist militärisch im Libanon und Mali vertreten. Es hat auch militärische Berater im Norden des Irak und am Horn von Afrika.

Vor Kurzem hat das deutsche Parlament, wie bekannt, für die Mission von 1200 Soldaten in Syrien gestimmt und sich bereit erklärt, weitere Soldaten in den Irak zu entsenden, wo Bürgerkriege lodern (geschürt von den westlichen Bürgertümern).

Der deutsche Imperialismus grenzt sich also kaum von dem der anderen imperialistischen Unternehmertümer ab.

Ist der Krieg für das Proletariat, für den einfachen Mann etwas “Schreckliches” (und dem ist sicherlich so, ohne jeden Zweifel), ist das, was der einfache Mann nicht weiß, die Tatsache, dass der Krieg für die Kapitalisten, also für die Reichen, stattdessen eine “Normalität” ist, ABSOLUT “NORMAL”! Für sie “… ist der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” erklärte Carl von Clausewitz, einer der größten Militärexperten des 19.Jahrhunderts (siehe Artikel in “Der kommunistische Kampf” von Januar 2016).

Aber das deutsche Bürgertum interveniert nicht nur militärisch in der Welt. Es zeichnet sich auch durch eine andere Sache aus: hinter der  gutmenschlich-pazifistisch-humanitären Fassade versteckt sich ein großer Waffenexporteur. Nach Informationen des Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) steht Deutschland weltweit an dritter Stelle im Waffenexport, gleich hinter den Vereinigten Staaten und Russland. 

Also muss sich, wer davon überzeugt ist, dass die deutschen Industriellen und Banken für den “Frieden” arbeiten, nur diese Daten vor Augen halten.

Und (auch nach Sipri) eines der Länder, an die Deutschland hauptsächlich seine Waffen verkauft, ist Saudi Arabien, das als radikalste und blutigste Diktatur der fundamentalistisch islamischen Welt angesehen wird. Für den Laien und den Naiven bedeuten diese Daten große Traurigkeit und große Enttäuschung. GROßE Enttäuschung! Aber das ist die Wirklichkeit.

Für die Marxisten handelt es sich lediglich um eine Bestätigung. Immer wieder Bestätigungen dafür, wie die kapitalistische Gesellschaft funktioniert.

Man muss immer danach streben zu verstehen und nachzuforschen.

 

 „Der kommunistische Kampf“ - Juni  2016

 



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