PALÄSTINENSISCHE UND ISRAELISCHE PROLETARIER, VEREINIGT EUCH!
GEGEN DIE KAPITALISTISCHEN BANDITEN AUS PALÄSTINA UND ISRAEL, DIE URSACHE DES KRIEGES UND DER SOZIALEN PROBLEME SIND!
Die Bourgeoisien stehen ständig miteinander im Wettbewerb – auch mit Kriegen. Das ist die Normalität im Kapitalismus.
In einem globalen Kontext stehen mächtige Bourgeoisien schwächeren gegenüber. Industrielle Bourgeoisien gegen rückständige agrarische. Es gibt
vorwiegend private Bourgeoisien, aber auch stalinistische Staatsbourgeoisien, die ebenfalls gegeneinander Krieg führen. Die Bourgeoisien sind meist säkular, doch einige werden von religiösen
Fanatikern geführt, die sich in einem ewigen Krieg befinden.
Alle Bourgeoisien stehen in erbittertem Konkurrenzkampf um den Profit.
Und dann gibt es die gegensätzliche Klasse – die Proletarier. Diese müssen nicht nur die Ausbeutung ertragen, sondern auch all das Unrecht, das die herrschenden Bourgeoisien verursachen: Krisen, Kriege, Rassismus und Religionen, usw.
In diesem Rahmen kollidiert die religiöse israelische Bourgeoisie mit der ebenso religiösen palästinensischen Bourgeoisie – und umgekehrt (während sie gleichzeitig Liebe, Brüderlichkeit und Frieden predigen). In der Praxis handelt es sich um zwei Bourgeoisien, geführt von religiösen Fanatikern, die sich aufgrund der territorialen Spaltung bis aufs Blut hassen.
Und in der Mitte stehen die israelischen und palästinensischen Proletarier, verwickelt und beeinflusst in diesem Zwist zwischen Banditen, benutzt als Kanonenfutter, und die die Konsequenzen mit Massakern, Toten und Zerstörung bezahlen. Doch Vorsicht: Das ist keine Ausnahme im perversen kapitalistischen System – dasselbe geschieht auch im Konflikt zwischen anderen fanatischen religiösen Bourgeoisien.
DIE "SOZIALEN ABLENKUNGSMANӦVER"
Ein besonderer Hinweis muss auf diesen Aspekt gelegt werden.
Die „sozialen Ablenkungen“ sind gezielte bürgerliche Strategien, unbekannt für oberflächliche, amateurhafte Gruppen von trotzkistischen, anarchistischen oder spontanen Rebellen – aber sehr gut
bekannt bei kompetenten marxistischen Organisationen.
In der Praxis wählt die Bourgeoisie eines Landes ein spezifisches, jedoch unlösbares Problem des kapitalistischen Systems aus (z. B. Klimawandel, soziale Ungleichheit, Unterdrückung von Minderheiten, Korruption, Pazifismus, Kampf gegen die Rechten etc.) – Probleme also, die systembedingt niemals gelöst werden können. Die Medien beginnen dann, dieses Problem aufzublasen, es zu übertreiben und die Bevölkerung mit endloser Informationswiederholung zu bombardieren (die Medien sind nicht unabhängig, wie oft behauptet wird, sondern gehören den Kapitalisten, die sie mit ihren Milliarden kontrollieren).
Ziel ist es, dass die jungen Menschen, durch diesen medialen Dauerbeschuss beeinflusst, aktiv werden – demonstrieren, sich mobilisieren usw.
Doch da die genannten Probleme Teil des kapitalistischen Systems sind, das den Reichen immer reicher macht – und das diese daher nicht beseitigen wollen – bleiben sie bestehen. Selbst nach großen Protesten und Mobilisierungen ändern sich die Zustände nicht. Langsam lassen die Proteste nach, flauen ab – und verschwinden schließlich.
An diesem Punkt müssen die Kapitalisten nur ein neues „Ablenkungsthema“ inszenieren, es medial aufblasen – bis die Jugend wieder in Bewegung kommt... und das Spiel beginnt von vorn.
DAS ZIEL DER SOZIALEN ABLENKUNG
Das Hauptziel der bürgerlichen „sozialen Ablenkungen“ ist es, wie erwӓhnt, die rebellische Jugend auf strukturell unlösbare Probleme (wie z. B. Klima) zu lenken, damit sie nicht – und das ist entscheidend – über ihre wirklichen Probleme nachdenkt oder für sie kämpft: Niedrige Löhne, Ausbreitung prekärer Arbeit, befristete Verträge, Entlassungen, schlechte und unterbezahlte Arbeitsbedingungen – insbesondere für Migranten –, hohe Lohnsteuern, Reiche, die immer reicher werden, gesellschaftlicher Reichtum, der nur bei multinationalen Konzernen landet, Krisen, die perversen Kriege, die von den Reichen verursacht werden usw.
Das ist das erste Ziel der sozialen Ablenkung.
Doch es gibt ein zweites, nicht minder wichtiges Ziel: Durch diese nutzlosen Kämpfe
sollen die Jugendlichen politisch zermürbt, demotiviert und neutralisiert werden.
Denn: Wenn die Jugendlichen durch soziale Medien zu Kämpfen hingezogen werden, die
– wie gesagt – zu nichts führen, geraten sie nach intensiven Anstrengungen, aber ohne Resultate, in eine Phase der Enttäuschung und Krise. Die Folge: Die große Mehrheit von ihnen zieht sich vollständig von der politischen, klassenkämpferischen Aktivität gegen den Kapitalismus zurück. Und wenn sie später ins Arbeitsleben eintreten, sind sie nicht
mehr motiviert, selbst gegen ihre Chefs zu kämpfen. Genau so läuft es ab.
DIE „PALÄSTINA-FRAGE“ ALS SOZIALE ABLENKUNG.
Das trifft exakt auch auf die sogenannte „Palästina-Frage“ zu.
Lassen Sie uns erklären, worum es geht: Auf der ganzen Welt gibt es Dutzende von Kriegen, die durch den perversen Kapitalismus verursacht werden, voller Massaker, Völkermorde, mit unzähligen Toten und Zerstörungen. Aber es gibt nicht nur die Palästina-Frage, wie oft suggeriert wird.
Doch linke Jugendliche sind seit den 1970er Jahren besonders empfänglich für den palästinensischen Kampf. Die Kapitalisten und ihre politischen Handlanger wissen das sehr gut.
Sie wissen: Wenn sie eine Kampagne über Massaker und Genozide in Libyen, Sudan oder dem Kongo starten (wo z. B. im Februar im Bürgerkrieg 150 Frauen lebendig verbrannt wurden), würden sich die Jugendlichen nicht mobilisieren.
Aber wenn sie eine „Ablenkungskampagne“ über den Krieg in Palästina – oder der Kurden – inszenieren, wird die Jugend sofort aktiv.
Deshalb taucht die Palästina-Frage regelmäßig in den bürgerlichen sozialen Medien auf, wird übermäßig aufgebauscht – mit dem Effekt, dass Jugendliche protestieren und demonstrieren, während Massaker und Genozide in Sudan, Jemen, Kongo, Libyen usw. totgeschwiegen werden. (Wir werden also systematisch manipuliert.) Natürlich, wie oben gesagt, soll damit keineswegs behauptet werden, dass in Palästina keine Massaker, Genozide, Tote und Zerstörungen stattfinden – ganz im Gegenteil. Der bürgerliche Trick besteht jedoch darin, die ebenso stattfindenden (vielleicht sogar noch tragischeren und grausameren) Massaker und Genozide in anderen Kriegen zu verbergen oder zu ignorieren, um die Aufmerksamkeit gezielt auf den palästinensischen Aspekt zu lenken und das Interesse der Jugendlichen darauf zu lenken, sodass sie sich zwar engagieren, aber letztlich erschöpft und entmutigt werden.
DIE ROLLE DER STALINISTEN
Beim Aufbau dieser „sozialen Ablenkungen“ spielen nicht nur die bürgerlichen Medien eine Rolle –auch die stalinistischen Parteien tragen zur Operation bei.
Die Palästinenser sind seit jeher stalinistisch und russlandfreundlich – genauso
wie die Kurden.
Im kapitalistischen Spiel lässt sich erkennen (und manchmal belegen), dass sie von Moskau finanziert werden – direkt oder indirekt.
Die Stalinisten, die russlandfreundlich, Putin-treu und damit palästinenserfreundlich sind, wissen um die Sensibilität der Jugendlichen für die Palästina-Frage.
Deshalb stürzen sie sich – jedes Mal, wenn das Thema Palästina wieder aufkommt – voller Eifer in die Organisation von Demonstrationen, Sit-ins und Protesten – alles anti-USA, anti-EU, anti-NATO und pro-Russland.Dabei ziehen sie regelmäßig naive Trotzkisten und Anarchisten mit hinein, indem sie das Thema „Kolonialismus“ oder „Neokolonialismus“ vorschieben – leere Parolen, die mit der Realität nichts zu tun haben, aber bei den naiven Rebellen immer wirken.
Natürlich erwähnen auch die Stalinisten – wie die sozialen Medien – niemals die Massaker und Genozide anderer Kriege, z. B. in Libyen, Jemen oder Mali, verübt auch von russlandnahen oder iranischen Milizen.
ZUSAMMENFASSUNG:
PROLETARIER ISRAELS UND PALÄSTINAS, VEREINIGT EUCH! – steht auf
den marxistischen Bannern.
VEREINIGT EUCH GEGEN DIE KAPITALISTISCHEN BANDITEN EURER NATIONEN, DIE URSACHE DER KRIEGE UND ALLER PROBLEME, DIE DIE GESELLSCHAFT VERSEUCHEN!
Nur durch die Einheit der Arbeiterklasse kann eine höhere Gesellschaftsform erreicht werden – die einzige, die diesem perversen kapitalistischen System ein Ende setzen kann.
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Bye bye Pazifismus.
Jetzt kommt die große Aufrüstung!
Pazifismus oder Aufrüstung? Was soll das überhaupt für ein Dilemma sein? Ist der Kapitalismus Pazifismus oder Aufrüstung?
Für jemanden, der die kapitalistische Gesellschaft nicht kennt, erzeugt diese Frage „Angst“, „Verwirrung“, wirkt wie ein „Widerspruch“. Aber für jemanden, der das widersprüchliche System kennt, folgt das alles einer eisernen Logik: Das bürgerliche System ist sowohl Pazifismus als auch Aufrüstung.
Denn das bürgerliche System ist eine Marktwirtschaft, die auf Geschäften basiert – mit Konkurrenz, Profiten usw. –, was für einen Kapitalisten, der nach maximalem Profit strebt, bedeutet, dass er dieses Ziel mit allen verfügbaren Mitteln verfolgt: sowohl mit friedlichen als auch mit kriegerischen und militärischen Mitteln.
Friedlich funktioniert es, wenn die Märkte im kapitalistischen System noch nicht durch Konkurrenz überfüllt sind und weitläufig sowie offen bleiben, sodass Geschäfte und Profite durch friedliche Methoden wie Verhandlungen, Diplomatie, Korruption usw. erzielt werden können. Aber sobald – wie es eben im Kapitalismus geschieht – die Kapitalakkumulation weiter voranschreitet und sich Unternehmen und Banken auf den Märkten vervielfachen, verstärkt sich auch die Konkurrenz, bis sie übermäßig wird. Dann wird für die Kapitalisten – auch für jene, die sich „friedlich und demokratisch“ nennen – der Krieg zu einem legitimen Mittel, um Konkurrenten auszuschalten. So funktioniert das perverse kapitalistische System.
In den letzten Jahrzehnten haben sich mit der Intensivierung der Konkurrenz
auf den internationalen Märkten automatisch auch die Militärausgaben erhöht.
Das ist natürlich keine Neuigkeit. Man findet diese Analyse bereits im „Kapital“ von Marx und in Lenins „Imperialismus“ – und sie wird immer wieder durch die Realität bestätigt.
Die Millionen Menschen, die Anfang der 2000er Jahre in Deutschland an den großen Friedensdemonstrationen teilnahmen – angefeuert und aufgemuntert der bürgerlichen Presse und der Regierung der deutschen Multis, die sich gegen das US-Militärintervention in Afghanistan wandten – taten dies nur deshalb, weil die großen deutschen Unternehmen und Banken zu jener Zeit, wie oben beschrieben, über einen weiten internationalen Markt verfügten, auf dem sie ihre Waren problemlos verkaufen und weltweit lukrative Profite machen konnten, ohne sich in einen Konflikt mit den USA in Afghanistan hineinziehen zu lassen. Das war der Grund.
Das bedeutete aber keineswegs, dass die multinationalen Konzerne und die deutsche Regierung „gegen Kriege“ gewesen wären – wie viele naive Pazifisten damals glaubten (und hofften). Es war lediglich eine taktische Entscheidung. Wir Marxisten haben das schon damals immer betont. Und wir haben darauf hingewiesen, dass diese riesigen Friedensdemonstrationen nur deshalb stattfanden, weil die große bürgerliche Presse und die kapitalistische Regierung Deutschlands zur Teilnahme aufriefen. Nur deshalb – und sie haben die Teilnehmer in die Irre geführt.
Heute ist das jedoch nicht mehr der Fall. Alles hat sich geändert – denn im Kapitalismus, wie bekannt, ist alles ständig in Bewegung, in Entwicklung, und nichts bleibt jemals stabil. (Das darf man nie vergessen!) Und in den 20 Jahren, die seither vergangen sind, hat sich vieles verändert.
Heute ist auf der inter-imperialistischen Weltbühne der chinesische Imperialismus aufgetreten – mit seinen aggressiven multinationalen Konzernen, Superbanken und Unternehmen, die nun auch mit dem Militär auftreten. Ein neuer Akteur unter den kapitalistischen Banditen, der die Konkurrenz und die Auseinandersetzungen deutlich verschärft.
Es handelt sich also nicht nur um einen einfachen, mächtigen Konkurrenten für die europäischen, amerikanischen und japanischen Kapitalisten, sondern um einen zukünftigen, ernstzunehmenden Feind in einem bevorstehenden Konflikt.
Und genau dieselben deutschen Multis, die Anfang der 2000er Jahre über ihre Massenmedien und ihre Regierung zur Teilnahme an den riesigen Friedensdemonstrationen aufriefen – und die, wie wir Marxisten immer sagten, keineswegs kriegsfeindlich waren –, sind heute diejenigen, die über ihre sozialen Netzwerke, Parteien und die aktuelle Regierung zur massiven Aufrüstung aufrufen. Um sich auch militärisch auf das unvermeidliche zukünftige Desaster unter den Banditen (immer Marx und Lenin lesen!) gegen den chinesischen Konkurrenten vorzubereiten. Eine gewaltige, gigantische europäische Aufrüstung, die – wie bekannt – unter dem Vorwand geschieht, die Ukraine im Krieg gegen Russland zu verteidigen.
Das Entsetzen der naiven Pazifisten ist heute grenzenlos. Klar: Sie verstehen nichts vom Kapitalismus, von Gesellschaft, von Handels- und Marktgesetzen. Sie träumen von einem märchenhaften Kapitalismus ohne Widersprüche, ohne Probleme, ohne Ungerechtigkeit.
Wer aber kompetent und Profis ist, kann verstehen, interpretieren und richtig handeln. Der Marxismus ist keine Fantasie, keine Naivität, sondern WISSENSCHAFT, die die perverse kapitalistische Gesellschaft realistisch entschlüsseln, erklären – und den Weg zu einer höheren Gesellschaft zeigen kann.
KRIEG ISRAEL - IRAN – USA:
EIN KRIEG UNTER BANDITEN.
EIN KRIEG UM DIE EROBERUNG DER “EINFLUSSZONEN“
Zum Verständnis: Kapitalismus bedeutet Akkumulation. Akkumulation bedeutet, dass sich Unternehmen endlos vervielfachen und immer weiter ausdehnen (Marx, Das Kapital), bis sie schließlich zu riesigen multinationalen Konzernen werden.
Diese Vervielfachung verwandelt sich auf dem Planeten in eine erbarmungslose Verschärfung des Konkurrenzkampfes.
In diesem gnadenlosen Wettbewerb schaffen sich riesige multinationale Konzerne, die Regierungen und Nationen kontrollieren, in armen und sich entwickelnden Ländern ihre eigenen „Einflusssphären“ (Lenin, Der Imperialismus), um ihre Geschäfte bestmöglich zu schützen und zu führen.
Heute spricht man von großen imperialistischen Mächten wie den USA, Europa, China,
Japan, die über große „Einflusssphären“ verfügen. Aber auch das heutige Russland hat von der Sowjetunion Länder in „Einflusssphären“ geerbt.
Ein Russland, das aus industrieller Sicht allerdings nicht sehr fortgeschritten ist und – genau wie die ehemalige Sowjetunion – vom Export von Rohstoffen wie Erdöl, Gas und Kohle lebt.
Da der russische Imperialismus, wie erwhӓnt, nicht aus großen industriell-finanziellen Multikonzernen besteht, hat das russische Establishment, das in Moskau regiert, Schwierigkeiten, seine Länder in der „Einflusssphäre“ zu kontrollieren und an sich zu binden – Länder, die aus kapitalistischer Logik heraus zwangsläufig danach streben, sich zu industrialisieren. Mit lokalen Bourgeoisien, die ständig in Bewegung sind und Kontakte mit anderen mächtigen, hochindustrialisierten imperialistischen Staaten suchen, um von ihnen Industrie und Finanzierung zu erhalten.
Da dies die Lage ist – ein industriell schwaches Russland gegenüber hochindustrialisierten Konkurrenzmächten –, werden die Länder (oder besser gesagt: die Märkte) in der russischen „Einflusssphäre“ im brutalen Kampf unter kapitalistischen Rӓubern zu leichten „Beuten“ für westliche Multis.
Das ist der Kontext, der die heutige Situation des inter-imperialistischen Konflikts kennzeichnet: zuerst USA und Europa gegen Russland um die Kontrolle der Ukraine, jetzt Israel–Iran–USA um die Kontrolle über den Iran selbst (wobei die Ukraine und Israel im Auftrag der USA kämpfen).
Russland jedoch, das den Ländern seiner „Einflusssphäre“ (von der Sowjetunion geerbt) keine Industrien bieten kann, ist ein stark militarisierter Staat mit einer ausgeprägten militärischen Tradition und Rüstungsindustrie (ebenfalls ein Erbe der Sowjetunion). Hinzu kommt: Russland ist eine Atommacht.
Deshalb müssen konkurrierende Großmächte sehr vorsichtig und bedacht vorgehen, wenn sie versuchen, Russland Länder seiner „Einflusssphäre“ zu entreißen – um keine katastrophalen Reaktionen des Moskauer Establishments auszulösen.
Aber natürlich geht der Prozess weiter – er kann gar nicht aufhören! Denn: Wir leben im Kapitalismus!
Das erklärt, warum der russische Imperialismus nach und nach seine „Stücke“
verliert:
Zuerst mit dem Fall der Mauer alle osteuropäischen Staaten. Dann der Irak. Und heute: die Ukraine, Syrien, Hamas in Palästina – und jetzt auch der Iran.
Und morgen? Wird es der Jemen sein? Libyen? Belarus?
Brutale Kriege unter Kapitalisten also.
Kriege unter skrupellosen Banditen, die für ihre Akkumulationsinteressen keinerlei Problem damit haben, ganze Bevölkerungen zu opfern – so treffend beschrieben von Lenin in seinem Imperialismus.
Das alles kann nur durch proletarische Revolutionen beendet werden!
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RUSSLAND:
EIN ESTABLISHMENT NACH SOWJETISCHEM VORBILD
Die ehemalige Sowjetunion war niemals eine hochindustrialisierte Nation. Sie wurde nur durch amerikanisches Zugeständnis zu einem riesigen Land mit ihr verbundenen Nationen als „Einflusssphäre“, weil es im Interesse des US-Imperialismus nach dem Zweiten Weltkrieg lag, das deutsche Imperialismusprojekt zu spalten. Dieses hatte durch die Kriege begonnen, einen mächtigen, zentralisierten europäischen Imperialismus zu formen, der sich später in einen starken und gefährlichen Konkurrenten für die kapitalistischen Interessen der US-Multinationalen weltweit verwandelt hätte.
Nicht Stalin und die Rote Armee, sondern der amerikanische Imperialismus hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen, indem er die Bourgeoisien in Großbritannien, Frankreich und Russland finanziert und ausgebeutet hat, damit sie für seine Interessen kämpften – sie wurden massenhaft mit Waffen, Gütern und Hilfen versorgt.
Die Sowjetunion war also nur eine Spielfigur im amerikanischen Spiel, um den damals mächtigen und aufstrebenden deutschen Imperialismus zu besiegen und zu spalten.
Ende 1944 blieben die siegreichen amerikanischen Truppen gegenüber der Nazi-Armee lange Zeit in Westdeutschland stehen, während sie abwarteten, dass die sowjetische Armee in Osteuropa und auf dem Balkan und schließlich in Ostdeutschland vorrückte – um anschließend den politischen und territorialen Vorwand zu haben, Deutschland und Europa zu spalten.
Ohne die massive militärische und wirtschaftliche Unterstützung der USA, die bereits 1941 über den sogenannten „iranischen Korridor“ nach Russland gelangte – zu einem Zeitpunkt, als Russland erschöpft und besiegt war – wäre die berühmte Rote Armee von den gut organisierten deutschen Truppen leicht zerschlagen worden. So wurde das von den USA umfangreich unterstützte und geförderte sowjetische Staatskapitalismus-Regime unter Stalin unerwartet und fast zufällig zum Besitzer eines Imperiums – allerdings im Interesse anderer – und musste es dann verwalten.
Doch um ein Imperium zu verwalten, braucht man die dafür notwendigen Mittel. Und im Kapitalismus bedeutet das: riesige Kapitalien, multinationale Konzerne, ein mächtiges Finanzsystem, große Industrie. All das fehlte der vom Krieg ausgelaugten stalinistischen Sowjetunion vollständig.
Was sie jedoch hatte, war das Militär. Und mit Terror, Repression und Unterdrückung konnte sie diese Aufgabe – nämlich die Kontrolle – übernehmen. Aber nur, weil es im Interesse der Amerikaner lag, den Rivalen Deutschland und damit Europa gespalten zu halten. Das zeigt sich daran, dass sie nie zugunsten der Aufständischen in Berlin 1953, in Budapest 1956, in der Tschechoslowakei 1970 oder in Polen 1980 eingegriffen haben – wie sie es in vielen anderen Fällen durchaus getan und sogar gefördert haben.
Der spätere Zusammenbruch und Zerfall der Sowjetunion und Osteuropas war die unausweichliche Folge der wenigen, veralteten russischen Industrien, die nicht mehr wettbewerbsfähig waren, sowie der Reaktionen der unterworfenen Nationen, in denen die lokalen Bourgeoisien in den reichen imperialistischen Ländern Westeuropas das notwendige Kapital für die Entwicklung ihrer eigenen Wirtschaften suchten.
Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen, aber das heutige Russland, als Überbleibsel des Zerfalls der Sowjetunion, ist im Industrie- und Finanzsektor immer noch rückständig geblieben, während es eine große Militärmacht geblieben ist – eine verkleinerte Kopie der ehemaligen Sowjetunion.
Der Geist und die Denkweise des ehemaligen stalinistischen Establishments, das aus dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums hervorgegangen ist, hat es nicht geschafft, sich zu einem modernen, industriellen, finanziellen Kapitalismus zu entwickeln. Es hat das stalinistische Schema fortgeführt: Waffen statt Industrie.
Und auch die verbliebenen Nationen, die Russland heute als „Einflusssphären“ von der Sowjetunion geerbt hat, erlitten dasselbe Schicksal wie die früheren: Unterdrückung, Repressionen und Kriege.
Das erklärt die heutige Rückständigkeit Russlands und seine gesamte Schwäche im Vergleich zu seinen Konkurrenten – mit einem BIP auf Platz 11. der Weltrangliste.
Im unerbittlichen, erbarmungslosen Kampf zwischen Kapitalisten sind es dad Kapital, die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden – nicht die bloßen Waffen. Wer mehr Kapital hat, kann im Bedarfsfall mehr Waffen produzieren. Wer wenig Kapital hat, geht am Ende unter.
DER MARXISMUS STELLT
DEN KLASSENKAMPF DEM SOLIDARISMUS GEGENÜBER
ER STELLT DIE KOMPETENTEN MILITANTEN AKTIVISTEN DER VOLUNTEERING GEGENÜBER
DER SOLIDARISMUS hat eine lange Geschichte in den Jahrtausenden der Entwicklung der Menschheit. Bekannt ist der christliche Solidarismus in den Anfängen dieser Religion im Römischen Reich. Solidarismus war damals eine absolute Neuheit, da er als „vor Gott sind alle Menschen gleich“ präsentiert wurde und nicht in Kasten oder Anhänger verschiedener Götter unterteilt war. Im Mittelalter waren es die „Damen der Nächstenliebe“, reiche und wohlhabende Adlige, die sich den Bedürftigen widmeten. Im Kapitalismus finden wir heute neben religiösen Organisationen autonome Vereinigungen von Freiwilligen, die sich dem Problem der Hilfe für die Armen widmen.
DER MARXISMUS hat den SOLIDARISMUS, die Hilfe für Bedürftige, immer als opportunistische Praxis, als Unterstützungssystem und Unterstützung der ausbeutenden herrschenden Bourgeoisie gebrandmarkt. Solidarismus neigt dazu, die Lücken, Widersprüche und Ungerechtigkeiten zu lindern, die im kranken System unweigerlich wüten, da er die Ursache dafür ist.
Für den Marxismus sind daher der prätentiöse SOLIDARISMUS wie der OPPORTUNISMUS des FREIWILLIGENDIENSTES ohne Zögern als opportunistische politische Handlungen zu denunzieren und zu verkünden, die darauf abzielen, das perverse System zu erhalten, unter dem Vorwand, es zu „verbessern“.
Dem SOLIDARISMUS stellt der MARXISMUS den KLASSENKAMPF entgegen. Das heißt, die organisierte politische Tätigkeit der ständigen Anklage, Proteste und des Widerstands, gegen die Probleme, die im System selbst wüten und daraus hervorgehen. Endlose Widersprüche, die durch diese politische Kampftätigkeit hervorgehoben werden müssen, während die Bourgeoisie versucht, sie zu verbergen und zu rechtfertigen. Dies ist politischer KLASSENKAMPF. Das ist „REVOLUTIONӒRE DEFӒTISMUS“!
Gerade in diesem ständigen POLITISCHEN KLASSENKAMPF, REVOLUTIONӒRE DEFӒTISMUS im Hervorheben der Perversionen des Systems, härtet und professionalisiert sich der revolutionäre Aktivist, da er in der Praxis des Kampfes und der Anklage die kapitalistischen Verzerrungen erkennen muss, da er sie analysieren, anklagen und dann bekämpfen muss, während die Medien sie verschleiern. Das absolute Gegenteil des SOLIDARISMUS, “wo der Aktivist psychologisch dazu neigt, das System zu akzeptieren und es durch seine Solidaritätsarbeit zu verbessern.”
Und es ist genau in diesem marxistischen KLASSENKAMPF, REVOLUTIONӒRE DEFӒTISMUS der täglichen politischen Praxis GEGEN die Widersprüche, wo der Aktivist mit anderen rebellischen, skeptischen und systemkritischen Menschen in Kontakt kommt, dass die marxistische Organisation praktische Mittel und Verbindungen finden muss, damit unzufriedene und rebellische Menschen sich der marxistischen Organisation anschließen und sie erweitern können. Der KLASSENKAMPF erfordert auch vorübergehende Allianzen mit anderen Dissidenten Organisationen/Parteien, um gegen das System effektiver zu sein, wie Marx-Engels und später Lenin lehren.
In diesem ständigen kommunistischen praktischen Kampf gegen den Kapitalismus trainieren und stählen sich sowohl der Aktivist als auch die Organisation selbst, sowohl in der Taktik als auch in der Strategie. Eine grundlegende Erfahrung für die revolutionären Momente, wenn sie kommen. Alles natürlich im GEGENSATZ ZUM SOLIDARISMUS, wo der Aktivist, der daran gewöhnt ist, Bedürftigen zu helfen, im revolutionären Moment psychologisch zur Unterwerfung unter das perverse System geformt wird, anstatt es zu bekämpfen (ein nicht unerheblicher politischer Unterschied).
DEM FREIWILLIGENDIENST STELLT DER MARXISMUS DEN VORBEREITETEN SPEZIALISIERTEN AKTIVISTEN GEGENÜBER. Der FREIWILLIGE ist per Definition eine Person, die sich einer Organisation anschließt und sich für eine Sache engagiert, indem sie vorgegebene Richtlinien ausführt. Psychologisch fühlt er sich als „Fremder“ in der Organisation, eine „Hilfe“ für die Sache. Kein fest engagiertes „MILITANTES“ Mitglied, das integraler Bestandteil der Organisation ist. In dieser Situation kritisiert der FREIWILLIGE die ihm erteilten Entscheidungen und Anweisungen nicht (oder nur wenig), diskutiert keine eventuellen Probleme, da er KEIN FESTES MITGLIED der Organisation ist.
Daher ist der FREIWILLIGE im Wesentlichen als Unterstützungselement nicht an der „vollen Professionalität“ interessiert, mit der er sich beschäftigt, die er ohne viele Fragen ausführt und immer eine „Hilfe“ bleibt.
DEM GEGENÜBER STELLT DER MARXISMUS DEN SPEZIALISIERTEN AKTIVIST. Ganz anders ist die politische Ausbildung des MILITANTEN AKTIVISTEN. Der militante Aktivist ist und war schon immer ein integraler Bestandteil der revolutionären marxistischen Parteien, wo er an Entscheidungen teilnimmt, Wahlmöglichkeiten hat und den politischen Verlauf bestimmt. So war es schon zu Zeiten von Marx und Engels mit ihren Sozialdemokraten, dann von Lenin mit seinen Bolschewiki und bis heute. In all diesen Erfahrungen kann man niemals einen Hinweis auf „Freiwilligenarbeit“ oder „Solidarität mit Bedürftigen“ als Taktik finden. Freiwilligenarbeit wurde immer zu Recht als „Hilfe“ bewertet, als Unterstützung für das ernsthafte Engagement des militanten Aktivisten. Für diese nicht-militanten Unterstützer hat der Marxismus immer das richtige Wort „Sympathisanten“ verwendet.
Zusammengefasst: Nicht der Freiwillige, der den Bedürftigen hilft, sondern nur hochspezialisierte Aktivisten, die im Kampf gehärtet sind, werden morgen in den katastrophalen revolutionären Momenten in der Lage sein, die proletarischen Massen zum Sieg zu führen. Das ist kein Kinderspiel! Nur MILITANTE, die sich jeden Tag gegen den Kapitalismus verantwortungsbewusst im POLITISCHEN KLASSENKAMPF engagieren und trainieren, sicherlich mit Versammlungen und Konferenzen, aber auch auf der Straße, in Protesten, Demonstrationen und in momentanen Bündnissen mit anderen Organisationen, so wie LENIN und schon vor ihm MARX und ENGELS es uns gelehrt haben, werden in der Lage sein, die Proletarier zu Revolutionen zu führen.
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MASSIVE WIEDERAUFRÜSTUNG:
NIEMAND ERWÄHNT, DASS DIES ENORME KRIEGE
HERVORBRINGEN WIRD. IHRE KRIEGE!
MIT MILLIONEN VON TOTEN, UNZÄHLIGER ZERSTÖRUNG UND UNERMESSLICHEN KATASTROPHEN!
Das perverse kapitalistische System sagt niemals die Wahrheit. Es muss stets die tragischen negativen Aspekte von Situationen verschleiern. Es stellt die Dinge als positiv, harmlos und vorteilhaft für die Gesellschaft dar. Doch das ist alles nur Betrug.
Und jetzt die Euphorie über die Aufrüstung. In Deutschland zeigen Umfragen, dass 76 % der Bürger sie unterstützen – und manche sind sogar begeistert davon.
In Wirklichkeit ist die Euphorie das Ergebnis eines alten kapitalistischen Tricks, der immer wieder eingesetzt wird – und immer funktioniert. Die kapitalistische Informationsmaschinerie beginnt damit, hartnäckig eine Nachricht zu verbreiten, die Angst schürt: Ein brutaler und grausamer Feind könne angreifen und der Nation unermesslichen Schaden zufügen. So wird die psychologische Grundlage geschaffen, sich verteidigen zu müssen.
Dann folgt die vermeintlich logische Reaktion: Die einzige Lösung sei eine unumgängliche WIEDERAUFRÜSTUNG. Eine massive Aufrüstung (und morgen der Krieg) wird als absolute Notwendigkeit dargestellt.
In diesem Prozess achtet die Berichterstattung penibel darauf, das Ganze nicht als katastrophal, sondern ausschließlich in einem positiven Licht darzustellen.
Und die Massen reagieren begeistert – als sei es einfach, fast wie ein Spiel –, genau wie in unserem heutigen Fall der massiven Aufrüstung.
Das hat schon bei Hitler funktioniert, als den Massen erzählt wurde, die Aufrüstung sei die notwendige Antwort auf die europäische Expansion der westlichen Mächte, die letztlich Deutschland ruinieren würden. Und später gegen die angebliche „jüdische Bedrohung“ als „innere Gefahr“, die den sozialen Wohlstand und den „Frieden“ untergrabe.
Es funktionierte auch bei Mussolini in Italien, wo die steigenden
Militärausgaben als legitime Ausweitung der italienischen Herrschaft in Nordafrika verkauft wurden – mit dem Versprechen, sie würden Wohlstand und Glück ins Land bringen.
Und das Gleiche gilt für den Vietnamkrieg, der angeblich geführt wurde, um den „Frieden zu verteidigen“ und die „Demokratie“ in die Welt zu tragen.
Heute wird die Angst vor dem „bösen Putin“ geschürt. Durch seinen
Einmarsch in die Ukraine – so heißt es – bringe er ganz Europa in Gefahr. Deshalb müsse man ihn um jeden Preis aufhalten, bevor es zu spät sei. Der derzeit unumgängliche Anstieg der Militärausgaben diene genau diesem Zweck. Aber nicht nur das – es wird behauptet, er sei auch für die Zukunft notwendig, gegen die „Bedrohung durch China“.
Begründungen, Vorwände und Ausreden des Kapitalismus, die einzig und allein den Interessen der großen europäischen multinationalen Konzerne dienen – und ganz sicher nicht denen der Arbeiter.
Wie schon gesagt: Es ist die bürgerliche Informationsmaschinerie, die massive kapitalistische Propaganda, deren klarer Auftrag es ist, die Massen mit solchen Ausreden und Vorwänden zu überzeugen – Angst zu verbreiten, Angst zu erzeugen, um damit die Zustimmung der Bevölkerung zur Aufrüstung zu gewinnen.
Und leider funktioniert es immer wieder.
Genau so wie es bei Hitler, bei Mussolini, bei Kennedy 1963 und bei jedem anderen Krieg der Fall war.
Und es gehört zur Taktik und Praxis dieser bürgerlichen Medienmanipulation, die tragischen Folgen all dessen zu verschweigen, nicht einmal zu erwähnen.
Kein einziges Wort darüber, dass sich auch die „Feinde“ aufrüsten – massiv und schnell –, um zurückzuschlagen.
Und wie sich dieser schreckliche Konflikt am Ende unweigerlich erneut in eine neue,
SINNLOSE KATASTROPHE FÜR DIE MENSCHHEIT verwandeln wird.
Mit neuen Millionen sinnloser Toter, sinnloser Zerstörungen, sinnloser Katastrophen.
Und all das wird verursacht durch IHRE Kriege, für IHRE Interessen.
Unglaublich, dass niemand auf diesen erschreckenden Aspekt hinweist!
Nicht einmal die „Friedensfreunde“ der LINKE, oder die „Pazifisten“ der GRÜNEN, die im Gegenteil FÜR die Aufrüstung gestimmt haben.
Aber das ist die Realität, die uns erwartet: NICHT Frieden, Freiheit und Wohlstand, sondern unermessliche Zerstörung, Tod und Katastrophen!
Der Marxismus hat die PFLICHT, diese Realität laut auszusprechen, die Täuschungen aufzudecken und immer wieder klarzumachen, dass die Katastrophen des perversen kapitalistischen Systems nur enden können, wenn dieses System selbst überwunden wird.
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WAS IST “EINFLUSSZONEN” UND
WAS IST “KOLONIALISMUS”?
ES IST WICHTIG, DEN UNTERSCHIED ZU VERSTEHEN, UM RICHTIG KӒMPFEN ZU KÖNNEN
Wenn man von „KOLONIALISMUS“ spricht, ist eine Welt gemeint, die in Zonen unterteilt ist: auf der einen Seite einige wenige kapitalistische, industrialisierte Staaten oder Mächte, und auf der anderen Seite der Großteil der Welt – Regionen, Staaten oder gar ganze Kontinente –, die noch in einem primitiven, extrem rückständigen Zustand verharren und noch nicht kapitalistisch sind.
In diesem Zusammenhang erobern die kapitalistischen Mächte mit Kriegen die rückständigen, noch primitiven Gebiete, um sich deren natürliche Ressourcen anzueignen und sie rücksichtslos im Sinne ihrer kapitalistischen Interessen auszubeuten. Diese Praxis wird als KOLONIALE POLITIK bezeichnet.
In einem solchen Fall annektiert die erobernde Kolonialmacht das besetzte Territorium oder die Region, welche somit integraler Bestandteil des erobernden Landes wird. Dort errichtet sie ihre eigene Verwaltung und Regierung, mit eigenen Gesetzen, Regeln usw., und stationiert ihr Militär.
In diesen Kolonien wird die unterworfene Bevölkerung brutal unterdrückt und besitzt keinerlei politische, administrative oder militärische Rechte. Sie wird in Minen und auf Feldern gnadenlos überausgebeutet (praktisch versklavt), um die kapitalistischen Interessen der erobernden Kolonialmacht zu bedienen. Daraus ergeben sich für die kapitalistischen Unternehmen der Besatzer enorme Profite.
Ein Beispiel dafür sind die kolonialen Gebiete, die Großbritannien im 18. Jahrhundert besaß – aber auch schon vorher Spanien und Portugal im 17. Jahrhundert – sowie im 19. Jahrhundert Frankreich, die Niederlande, Deutschland und Italien.
„EINFLUSSZONEN“ hingegen sind etwas völlig anderes. Hier existieren die zuvor beschriebenen Kolonien nicht mehr. Es handelt sich um ein internationales Umfeld, in dem sich mittlerweile die ganze Welt kapitalistisch entwickelt hat – ganz so, wie es Marx im „Kapital“ vorausgesagt hat. In allen Ländern, selbst in den ärmsten, gelten nun die Gesetze des Handels, des Kaufs und Verkaufs, des Profits, des Wettbewerbs – kurz: der Kapitalismus.
Alle (nun kapitalistischen) Staaten sind in zwei gegensätzliche Klassen gespalten: Proletariat und Bourgeoisie. Das Proletariat wird von den eigenen Kapitalisten ausgebeutet (die dabei immer reicher werden) und reagiert mit Streiks, Kämpfen und Protesten. Die Staaten werden von den lokalen Bourgeoisien regiert – über ihre Regierungen, Parteien, Parlamente –, mit eigener Verwaltung und eigenem Militär.
Auf internationaler Ebene ist somit alles klar definiert: ein kapitalistisches Weltsystem im Endstadium, geprägt vom Konkurrenzkampf unter Kapitalisten.
Diese neuen armen Bourgeoisien, diese lokalen aufstrebenden Geschäftemacher, sind jedoch eigenständig in ihren Geschäftsbeziehungen zu den reichen, industrialisierten Mächten, von denen sie Kredite und Investitionen erhalten, um ihre kapitalistische Entwicklung zu beschleunigen.
In diesem internationalen Kontext, in dem superreiche Mächte und arme Staaten konkurrieren – also in einem zwischenimperialistischen Wettbewerb –, entstehen „Einflusszonen“. Das bedeutet: imperialistische, hochindustrialisierte Mächte etablieren bevorzugte Beziehungen zu den Bourgeoisien armer, sich entwickelnder Länder, mit denen sie möglichst gute Geschäfte machen können.
Man muss jedoch klarstellen, dass arme Länder, die zu einer bestimmten Einflusszone gehören, gleichzeitig auch wirtschaftliche Beziehungen mit anderen imperialistischen Mächten pflegen können.
Beispiel: Der Iran gehört zur russischen „Einflusssphäre“ und pflegt privilegierte politische, militärische, kommerzielle und industrielle Beziehungen zu Moskau – unterhält aber gleichzeitig auch wirtschaftliche Kontakte mit Europa, China und sogar den USA. Oder Brasilien: Obwohl es wie ganz Südamerika zur „Einflusssphäre“ der USA gehört, in der US-Multis massiv investieren, betreibt es ebenfalls Handel mit Europa und China. Oder Ägypten, das wie ganz Afrika zur „Einflusszone“ Europas gehört, aber auch Geschäfte mit Amerika und Russland tätigt. Ebenso Vietnam, das zwar unter chinesischem politischen, militärischen und wirtschaftlichen Einfluss steht, gleichzeitig aber große Geschäfte mit Japan und den USA macht.
KOLONIALISMUS und EINFLUSSZONEN sind also offensichtlich zwei völlig unterschiedliche geopolitische Zustände, die nicht miteinander verwechselt werden dürfen und die Lenins Analyse im Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ voll bestätigen.
DIE REVOLUTIONÄRE TAKTIK
Da es sich um zwei grundverschiedene Situationen handelt, muss auch die marxistische Taktik entsprechend angepasst werden – wie Lenin korrekt erklärt hat:
Da wir uns heute in einer Situation des weltweit entwickelten Kapitalismus befinden – ohne Ausnahmen, in den Kolonie nicht mehr existieren, und überall die kapitalistischen Gesetze des Handels, Verkaufs und der
Konkurrenz wirken –, ist der Klassenkampf eindeutig: auf der einen Seite das Proletariat gegen die Bourgeoisien, auf der anderen Seite der Konkurrenzkampf innerhalb der Bourgeoisie selbst, also unter den kapitalistischen Banditen um Marktanteile.
Die Position des Marxismus ist daher eindeutig und klar:
Der Marxismus unterstützt und organisiert in allen Ländern ausschließlich das Proletariat gegen die Bourgeoisien – und nicht mehr irgendwelche Unabhängigkeitskämpfe repressierter Ethnien, da auch diese Kämpfe oder sogenannten Unabhängigkeitskriege rein kapitalistisch motiviert sind und nur kapitalistische Interessen verfolgen.
DIE LÜGEN DER STALINISTEN – FALSCHE KOMMUNISTEN
Die Stalinisten, wie sie die Lüge vom „Sozialismus in einem Land“ erfanden, dass es in der Sowjetunion, Kuba, der DDR usw. „Kommunismus“ gab und jetzt auch in China und Nordkorea, und dann erfanden sie den Antifaschismus und dann wieder, dass der Feind des Proletariats die NATO und die Amerikaner seien und dass Putin der sozialistische Freund sei, um darauf zu bestehen, dass die russische Invasion in der Ukraine richtig war, so haben diese stalinistischen Pseudokommunisten auch erfunden, dass der Konflikt (zwischen kapitalistischen Banditen im Nahen Osten) gegen die Palästinenser (und gegen die Kurden) ein „kolonialistischer“ oder „neokolonialistischer“ Krieg sei.
Diese Verzerrung ist unserer Meinung nach nicht zufällig. Der Grund für diese stalinistische Lüge vom „Neokolonialismus“ liegt darin, dass in diesem langwierigen Konflikt zwischen fanatischen religiösen Israelis und ebenso fanatischen religiösen Palästinensern letztere stalinistisch und pro-Putin sind. Da Stalinisten weltweit Putin unterstützen, unterstützen sie folglich auch die Palästinenser. Daher erfinden sie die Erzählung, dass der Krieg gegen diese eine „kolonialistische“ oder „neokolonialistische“ Auseinandersetzung sei – und somit die religiösen, terroristischen Führer von Hamas Unterstützung verdienen.
Im Gegensatz dazu vertreten dieselben Stalinisten bei der russischen Invasion der Ukraine die gegenteilige Meinung: Diese sei nicht „kolonialistisch“, sondern „gerecht“ – und die sich verteidigenden Ukrainer seien „nazistische Terroristen“.
Kurz gesagt: Für die Stalinisten ist ein Krieg, der von den Amerikanern und ihren Verbündeten geführt wird, immer kapitalistisch und „kolonialistisch“. Wird derselbe Krieg jedoch von Russland geführt, ist er nie kapitalistisch oder kolonialistisch – sondern „gerecht“.
DIE TROTZKISTEN
Die Rolle der jungen, naiven Trotzkisten besteht immer darin, das zu schlucken (zu übernehmen, zu akzeptieren), was die Stalinisten in ihren wirren Lügen verbreiten. Auch für die Trotzkisten waren und sind die Sowjetunion, Kuba, China usw. „kommunistische“ Länder – allerdings mit einer „degenerierten Bürokratie“. Auch sie unterstützen den „Antifaschismus“ und sind wie die Stalinisten „anti-NATO“ und „anti-amerikanisch“. Ebenso vertreten sie (gestützt auf die stalinistische Lüge), dass der Krieg gegen die Palästinenser und Kurden ein „kolonialistischer“ sei.
Diese jungen, vollkommen unbedarften Idealisten, die sich selbst als „Marxisten“ bezeichnen, besitzen in Wirklichkeit keine eigene realistische Analyse darüber, wie die kapitalistische Gesellschaft funktioniert. Indem sie den stalinistischen Lügen folgen, ernten sie nichts als Enttäuschungen und Frustration – und kehren, klassischerweise, der Politik früher oder später den Rücken.
DIE MARXISTEN Für den Marxismus kann es keinen „Sozialismus in nur einem Land“ geben, und es hat ihn nie gegeben. Daher herrscht in der Sowjetunion, in der DDR, heute in China, Nordkorea, Kuba usw. Kapitalismus, in Form von Staatskapitalismus, bei dem die Stalinisten an der Macht in brutalen Diktaturen die kapitalistischen Geschäfte führen und deren Vorteile genießen – Vorteile, die denen staatlicher Manager in westlichen Ländern oder Geistlicher im Vatikan entsprechen. Auch der Antifaschismus gegen rechte Parteien ist aus marxistischer Sicht ein Trick. (Zur Bestätigung: Weder bei Marx, Engels noch Lenin finden sich Spuren eines Kampfes „gegen die Rechten“.)
Denn wenn der Kommunismus den Faschismus und rechte Parteien zweifellos als Feinde betrachtet, sind auch die demokratischen Parteien Feinde – und noch mehr die linken Parteien der falschen Sozialisten (die „falschen Freunde“, wie Marx sie nannte), die alle zusammen, in unterschiedlichen Rollen, am selben Ziel arbeiten: die Ausbeutung der Arbeiterklasse, damit die Reichen immer reicher werden. Zu behaupten, NATO und Amerikaner seien der Hauptfeind der Arbeiterklasse, ist eine stalinistische Lüge sondergleichen. Denn wie alle kapitalistischen Staaten ist auch die US-amerikanische Gesellschaft in zwei Klassen gespalten: Proletariat und Kapitalisten. Und es sind die Kapitalisten – wie der Marxismus seit jeher betont –, die, aus ihren Geschäftsinteressen heraus, Kriege verursachen. Die amerikanischen Arbeiter jedoch haben keinerlei Rolle in diesen Kriegen – und das ist eine zentrale Klarstellung, die wir Marxisten stets betonen müssen.
Genau dieser Stalinist Putin, ebenso kriegstreibend wie die amerikanischen Kapitalisten, Präsident der russischen Kapitalisten, die die Arbeiter in Russland ebenso brutal ausbeuten, der behauptet, NATO und Amerikaner die Feinde der Arbeiter seien, ein Slogan, der dann von unterwürfigen stalinistischen Pseudo-Marxisten nachgeplappert wird. Ein Putin, der aus marxistischer Sicht genauso entschieden und kompromisslos bekämpft werden muss wie die US-amerikanischen, europäischen, chinesischen oder sonstigen Kapitalisten.
Der Marxismus steht eindeutig und bedingungslos auf Seiten der Arbeiterklasse – überall auf der Welt: mit den russischen, amerikanischen, europäischen, chinesischen, ukrainischen, israelischen und palästinensischen Proletariern, die sich vereinen im Kampf gegen die Kapitalisten müssen.
Zur lächerlichen Farce des „Neokolonialismus“, erfunden von Stalinisten, um – wie Putin – die stalinistischen, religiös-fanatischen palästinensischen Führer gegen die ebenso fanatischen religiösen israelischen Führer zu unterstützen, welche Ursache zahlloser Kriege sind, haben wir bereits oben Stellung bezogen.
ZUSAMMENFASSUNG Im Kampf gegen die bürgerlichen Kräfte des Bösen ist es absolut grundlegend, das Funktionieren des kapitalistischen Systems genau zu verstehen – und genau aus diesem Grund hat Marx das „Kapital“ geschrieben - um eine feste Grundlage für den korrekten und wirksamen Kampf gegen dieses verkommene System zu schaffen.
Wir haben immer wieder vor der Gefahr der Stalinisten gewarnt – Agenten der Staatsbourgeoisie, falsche Marxisten, erbitterte Feinde des echten Marxismus und einer höheren Gesellschaft, die sich ständig auf die Seite der russischen Kapitalisten (und ihrer Verbündeten) schlagen, indem sie versuchen, all das als „Kommunismus“ zu verkaufen.
Auch das Verständnis des Unterschieds zwischen „KOLONIALISMUS“ und „EINFLUSSZONEN“ ist daher eine grundlegende Voraussetzung, um im Sinne des Marxismus handeln zu können.
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WIE IST EURE POSITION BEZÜGLICH DER KREIG?
Kriege: Ausgeburten des Kapitalismus
Die Geschäftemacherei befindet sich konstant in Bewegung und man ist ständig darauf bedacht in einem Kreislauf, der kein Ende kennt, den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Aber die Welt der Konkurrenz ist so gestaltet, dass der Markt zu einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Angebot an zum Verkauf stehenden Waren so gesättigt ist, dass der Verkauf drastisch zurückgeht, die Verdienste einbrechen und die finanziellen Verluste der Kapitalisten bedeutend ansteigen. Unter diesen Umständen werden die objektiven Grundlagen geschaffen, damit die Geschäftemacher, die Reichen tatsächlich darüber nachzudenken beginnen, dass es an der Zeit sei die Konkurrenz eventuell auch physisch auszuschalten. Und sie machen sich daran, ihre Staaten zu diesem Zweck zu mobilisieren. Deshalb gehen im perversen Kreislauf des Kapitalismus friedliche Perioden, in denen der Verkauf der Waren ohne Probleme seinen Profit einfährt, über in eine Periode des Krieges, wo es die Reichen, um weiter zu verdienen, für richtig halten, die Konkurrenten und deren Marktanteile zu zerstören. Im perversen kapitalistischen System wechseln sich Friedensperioden mit Kriegsperioden und umgekehrt auf ganz natürliche Weise solange ab, bis eine höhere Gesellschaftsform es ablöst. Aber die Geschäftemacherei schafft nicht nur unmenschliche Katastrophen bedingt durch generelle Überproduktion, wie die beiden schon erfolgten Weltkriege bezeugen. Während der sogenannten Zeiten des “Friedens” verursachen die Kämpfe um “Einflusszonen”, also der Kampf der imperialistischen Räuber der Welt, um sich jeder eine eigene “Zone” von Staaten, in denen sie ihren Geschäften nachgehen zu schaffen, ständig lokal begrenzte Kriege. In diesen Situationen versuchen die größeren imperialistischen Bürgertümer der Welt sich gegenseitig, auch militärisch der benachbarten Nationen zu berauben, und sie nutzen dabei ohne jeglichen Skrupel religiöse, ethnische und politische Kontraste aus. Natürlich verursachen diese kleinen und mittelgroßen Kriege, die ständig wieder aufflammen, Hunderttausende von Opfern, Zerstörung, Hunger, Armut und riesige Migrationswellen.
(aus “Unsere Positionen”)
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WAS IST EURE LÖSUNG FÜR DIE KRIEGE ?
Gegen den Krieg: Revolution!
Der Krieg ist ein fester Bestandteil des Kapitalismus, ein nicht zu beseitigender Faktor in diesem auf Geschäftemacherei basierenden System, und er hat nichts mit Egoismus oder dem Bösen im Menschen zu tun. “Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” stellte Klaus von Clausewitz, General des aufkommenden Bürgertums im 19. Jahrhundert fest. Um den Krieg abzuschaffen muss man den Kapitalismus abschaffen, es gibt keinen anderen Weg! In der Geschichte haben die Riesenmärsche gegen den Krieg, für den Frieden, mit Millionen von Teilnehmern, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts aufeinander gefolgt sind, absolut nichts ausgerichtet. Nur durch ein einziges herausragendes Ereignis in der Geschichte ist es gelungen den Krieg zu stoppen: Die bolschewistische Revolution 1917. Noch an dem Tag, als die revolutionären Bolschewiki an die Macht kamen, haben sie den Krieg gestoppt. Aber um dies zu erreichen haben sie eine Revolution durchziehen müssen. Also ist der Weg vorgeschrieben: REVOLUTION GEGEN DEN KRIEG! Der Rest ist unnützes Geschwätz.
(aus “Unsere Positionen”)
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ANLAGE BEI JEDER WAHL TAUCHT DIE UNWEIGERLICHE FRAGE AUF, WAS DER ‘STAAT‘ IST UND WELCHE ROLLE ER IN DER GESELLSCHAFT HAT. UM DEM GENAUER NACHZUGEHEN UNTERBREITEN WIR UNSEREN LESERN ERNEUT EINEN ARTIKEL VOM MÄRZ 2014.
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Festpunkte der marxistischen Wissenschaft.
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DER STAAT, AUSDRUCK DER HERRSCHENDEN KLASSE
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Oft stellen wir uns diese Frage: wieso sagen die Politiker das eine und tun dann das andere? Warum benachteiligen die Gesetze immer die Arbeiter und nie die Reichen?
Wollen wir dieser Sache einmal auf den Grund gehen.
Engels schreibt im Antidühring: “Der moderne Staat, wie auch immer seine Form, ist im Grunde eine kapitalistische Maschine, ein Staat der Kapitalisten, das ideale kapitalistische Kollektiv”.
Um zu begreifen, was Engels Worte mit dem Verhalten der Politiker zu tun hat, interviewen wir Mario B. internationalistischer Aktivist in Italien, der uns die Sache erläutert.
Frage :- Siehst du einen Zusammenhang zwischen Engels Lehren und unserer heutigen Gesellschaft?
Antw.: - “Alle beklagen ein bisschen, dass sowohl rechte als auch linke Politiker nicht kohärent sind. Ich denke, dass sich die Arbeiter, wenn sie wählen gehen, nicht klar darüber sind, wie der politische Mechanismus funktioniert. Wenn alle Politiker, und die Betonung liegt auf “alle”, nicht kohärent sind, hat das seinen Grund, das ist kein Zufall.”
Frage : -Wie meinst du das?
Antw.: -“Die Politiker behaupten immer, dass sie für das Gemeinwohl der Nation, des Landes, des Volkes usw. arbeiten.
Aber wir müssen hinterfragen wer die Nation, das Volk ist? Klar, die Nation, das Volk sind die Arbeiter, das Proletariat. Aber nicht nur sie: da sind auch die Reichen, die Industriellen, die Magnaten der Finanz usw. Die haben einen Haufen Geld und in ihren Köpfen streben sie danach immer mehr zu bekommen. Gehen wir der Sache auf den Grund, entdecken wir, dass sie die Zeitungen, die Fernsehsender und die Fußballmannschaften besitzen. Die Arbeiter hingegen besitzen nichts, sie können mit ihrem Lohn, der eine mehr, der andere weniger, gerade die eigene Familie unterhalten und sich, wenn‘s hoch kommt, sich eventuell eine Wohnung leisten. Durch Zeitungen und Fernsehen beeinflussen und leiten die Reichen die öffentliche Meinung. Und außerdem spenden sie den Parteien riesige Summen. Natürlich sind diese Spenden nicht umsonst, sondern zweckgebunden.”
Frage: - Und dies bedingt deiner Meinung nach die Politik?
Antw.: -“Die Parteien, alle, präsentieren ihre zur Wahl antretenden Kandidaten. In der Wahlkampagne versprechen sie viele schöne Dinge. Aber was wissen wir tatsächlich über sie, über ihre wirklichen Intentionen? Das letzte Beispiel ist die Wahlkampagne vom November 2013: SPD und CDU-CSU bekämpften sich entschieden. Nach den Wahlen haben sie sich dann allerdings in der Großen Koalition zusammengetan. Wussten die Wähler, ob rechts oder links, dass es so ausgehen würde? Keiner wusste das! Wahrscheinlich waren sich die Parteien schon vorher darüber einig.
Frage: - Also halten die Politiker ihre wirklichen Intentionen verborgen?
Antw.: -“Na klar! Das sieht man, wenn eine Wirtschaftskrise kommt. Wer weiß, wieso die Politiker aller Richtungen in allen Ländern immer und nur von den Arbeitern Opfer verlangen? Nicht von den Reichen. Warum wohl? In Deutschland sagen die Industriellen, die Wirtschaftswissenschaftler, das Fernsehen, die Zeitungen, die Politiker usw, dass das Land wettbewerbsfähiger sein müsse. Und wie wird das in die Praxis umgesetzt? Indem die Reichen auf ihre Supervillen und ihre Yachten verzichten müssen? Nein! Die Lohnabhängigen müssen weniger Lohnerhöhungen bekommen, die Jugend muss sich in Zukunft mit weniger festen Arbeitsplätzen und mehr befristeten Verträgen zufrieden geben, und den Arbeitgebern wird die Möglichkeit eingeräumt für drei Monate Leute gegen einen sehr niedrigen Lohn zu beschäftigen. Und dies geschieht nicht nur in Deutschland, sondern verstärkt in Griechenland, Spanien, Italien, wo ich lebe, Portugal usw., in jeder Nation, ohne Ausnahme. Die Politiker aller Länder verhalten sich auf dieselbe Art und Weise.
Da muss man sich fragen: also auf wessen Seite stehen die eigentlich? Und hier gibt uns Engels Behauptung: “Der moderne Staat, wie auch immer seine Form, ist im Grunde eine kapitalistische Maschine” die Antwort. Natürlich gehören auch die Parteien zum Staat. Ich meine die Behauptung Engels von 1878 ist aktueller als je zuvor. Wir leben im Kapitalismus und die Politiker arbeiten ohne Zweifel für die Reichen. Natürlich dürfen sie dies auf keinen Fall zugeben.”
“Der kommunistische Kampf” – März 2014
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ANLAGE DIE OFFIZIELLE PRESSE BERICHTET, DASS DIE EUROPÄISCHE UNION DIE UNION DER EUROPÄISCHEN “VÖLKER“ SEI. FÜR DIE MARXISTEN IST DEM NICHT SO. UM DIESES THEMA ZU VERTIEFEN UNTERBREITEN WIR UNSEREN LESERN NOCH EINMAL DIESEN ARTIKEL VOM SEPTEMBER 2014.
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Festpunkte der marxistischen Wissenschaft
DIE EUROPÄISCHE UNION, ODER BESSER DIE UNION DES EUROPÄISCHEN UNTERNEHMERTUMS
Das Bürgertum hat wiederholte Male versucht den europäischen Markt zu vereinen.
Den ersten Versuch unternahm Napoleon.
Ende des 18.Jahrhunderts befand Frankreich sich im Aufschwung und wollte sich durch die Schaffung einer kontinentaleuropäischen Kraft dem englischen Imperialismus, der die halbe Welt kolonisiert hatte, entgegenstellen. Die wirtschaftliche Kraft Frankreichs und das Genie Napoleons reichten jedoch nicht aus um des europäische Bürgertum zu dominieren.
Den zweiten europäischen Einigungsversuch startete das deutsche Bürgertum mit Hitler.
Nach der Einigung Deutschlands durch Preußen und den Krieg von 1870, erhielt die deutsche Industrie einen starken Impuls und der gesamte europäische Markt, den andere Nationen beherrschten und kontrollierten, ließ den angewachsenen Geschäften des stark expandierenden deutschen Bürgertums keinen Raum. Also versuchten die deutschen Unternehmer sich mit Waffen im ersten Weltkrieg die notwendigen Gebiete zu verschaffen, um weiterhin einträglichen Gewinn zu machen.
Die Niederlage von 1918 legte dieses Vorhaben vorerst auf Eis.
Dann aber, eben mit Hitler, versuchte das deutsche Bürgertum es zum zweiten Mal. Diesmal war die militärische Kraft größer und besser ausgestattet als die vorher, im ersten Weltkrieg aufgestellte.
Das amerikanische Bürgertum ließ die deutsche Initiative durch seinen militärischen Eingriff, aber vor allem durch seine massive wirtschaftliche Unterstützung der Alliierten scheitern. Mit ihrem Sieg versicherten sich die USA, dass sich kein europäisches Bürgertum herausbildete, das eine zu gefährliche Konkurrenz auf dem Weltmarkt dargestellt hätte, für die Geschäfte und die Gewinne der Amerikaner.
Für das deutsche Unternehmertum war die Konsequenz, dass es durch die Niederlage nicht nur den europäischen Markt nicht vereinen konnte, sondern sogar sein eigenes Deutschland getrennt vorfand!
Die Idee eines geeinten Europa hatten die europäischen Industriegruppen und Finanzbonzen allerdings schon länger im Sinn. Es handelt sich um ein existenzielles Problem des Überlebens im Dschungel der Konkurrenz zwischen den Mächten auf dem Weltmarkt. Der wirtschaftlich größte und
stärkste ist den kleinen gegenüber im Vorteil. Das ist das unerbittliche Gesetz des Kapitals.
Nach dem zweiten Weltkrieg waren es das deutsche, französische und italienische Bürgertum, die es noch einmal probierten, indem sie wirtschaftliche Abkommen zur Schaffung eines geeinten europäischen Marktes (EWG) abschlossen. Der Prozess war allerdings lang und langsam.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 und dem Zusammenbruch der UdSSR 1991 erhielt die Integration einen starken Impuls. 1992 wurde das Traktat von Maastricht ratifiziert und 2002 der Euro eingeführt.
Ab diesem Zeitpunkt erfuhr die europäische Einigung erneut eine starke Verlangsamung.
In den auf die Einführung des Euro folgenden 10 Jahren war die bedeutendste Tatsache das Verlangen eine Vereinbarung abzuschließen, die die Banken auf europäischer Ebene gesetzlich regelt, und die letztes Jahr im Dezember getroffen wurde.
Es stellt sich die Frage, warum nach dem Aufschwung der 90er Jahre, als die politische und militärische Einigung Europas fast abgeschlossen schien, dieser Einigungsprozess eine solche Verlangsamung erfuhr.
Es sieht so aus, als könnte das durch den Sieg an der europäischen und asiatischen Front im zweiten Weltkrieg gestärkte amerikanische Bürgertum zwar ein auf wirtschaftlicher und finanzieller Ebene geeintes Europa tolerieren, d.h. ein von ihm aus gesehen “schwaches” Europa, aber dass es kein “starkes” wollte, mit anderen Worten kein politisch oder gar militärisch vereintes Europa.
Daraus folgt, dass der amerikanische Imperialismus ein wirtschaftlich und finanziell geeintes Europa im Spiel der Weltmächte, als Gegengewicht zu dem neu aufkommendem mächtigen Bürgertum, vor alle dem asiatischen, die ein kontinentales Gewicht haben, sieht. Es scheint allerdings klar, dass er im Verhältnis zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Unternehmertum eine überlegene und leitende Rolle spielen will, sowohl politisch als auch, vor allem, militärisch.
“Der kommunistische Kampf” – März 2014
