DEUTSCHLAND: OBWOHL ES IMMER MEHR MILLIARDÄRE UND IMMER MEHR REICHE GIBT, FORDERT DIE DEUTSCHE REGIERUNG UNVERFROREN WEITERE OPFER VON DER BEVÖLKERUNG!

 

"Tagesschau" 19. Januar 2026

 

 

„ In Deutschland sei die Zahl der Milliardären im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.“

DIE REICHEN WERDEN IMMER REICHER. Das ist Routine: Jedes Jahr zeigen die Daten, dass Kapitalisten immer reicher werden. Das gilt natürlich auch für Deutschland, wo die Multimilliardäre zu den zahlreichsten und reichsten der Welt gehören. So berichtete die “Tagesschau” am 19. Januar 2026 unter dem Titel Mehr Milliardäre – und sie werden immer reicher“: »”Die zwölf reichsten Menschen der Welt besitzen 

heute mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung mit über vier Milliarden Menschen. Seit 2020 ist ihr Vermögen real um mehr als 80 % gestiegen. Gleichzeitig lebt fast die Hälfte der Menschheit in Armut“, betont Oxfam. Der Bericht basiert auf Daten aus verschiedenen Quellen, etwa der Kombination von Forbes-Schätzungen zum Vermögen der Milliardäre mit Daten der Weltbank und dem UBS Global Wealth Report. (…) In Deutschland sei die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen. Oxfam erneuerte die Forderung nach einer stärkeren Besteuerung von Superreichen - in Deutschland und auf globaler Ebene. Dazu gehörten höhere Spitzensteuersätze und die Einführung einer Milliardärssteuer.«

Das Portal BR 24 vom 27. Mai 2026 mit dem Titel „Die Zahl der Superreichen in Deutschland steigt stark“ geht näher auf dieses Thema ein: » In Deutschland sieht das Gesamtbild so aus: Mehr als 700.000 Multimillionäre halten zusammen mit den rund 5.000 Superreichen über die Hälfte (52,8 Prozent) des Finanzvermögens. Den Superreichen gegenüber stehen rund 66 Millionen Menschen in Deutschland mit einem Finanzvermögen von unter 250.000 Dollar. Dazwischen: rund 3,2 Millionen Menschen mit einem Vermögen zwischen einer Viertelmillion und einer Million Dollar. Die schwächelnde Wirtschaft, die alternde Bevölkerung und die relativ schwache Aktienkultur dämpfen der Studie zufolge einen breiter verteilten Vermögensaufbau.«. Das bedeutet: Auch in Deutschland wächst die enorme Kluft zwischen der normalen Bevölkerung und den Superreichen weiter, deren Vermögen im letzten Jahr (trotz „Krise“) um ganze 30 % gestiegen ist.

Doch wer sind die Reichsten in Deutschland? Laut Statista führt die Familie Schwarz (Eigentümer der Discounterkette Lidl) die Liste an. Auf Platz zwei folgt Klaus-Michael 

 Kühne, Unternehmer aus Hamburg und Hauptaktionär der Lufthansa. Dritter ist Andreas von Bechtolsheim & Familie, Technologieunternehmer und Mitgründer von Sun Microsystems. Auf Platz vier steht Susanne Klatten, Eigentümerin des Chemiekonzerns Altana und Großaktionärin von BMW. Fünfter ist Stefan Quandt, ebenfalls Großaktionär von BMW. Und so weiter.

DEUTSCHLAND, DRITTE WELTMACHT ALS REICHTUM, MIT EINEM STAAT FÜR PENNER. Ja, obwohl es die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist, ist Deutschland eines der schmutzigsten Länder Europas. In den Städten sind die Straßen der 

nicht-touristischen Vororte weit weg von den Augen der Touristen voller Müll, und diese Straßen werden drei- bis viermal im Jahr gereinigt. Das Licht der Straßenlaternen in den Vororten ist schwach, um zu sparen (und vielleicht, um den Müll auf den Straßen nicht zu sehen). Die Menschen sind unordentlich gekleidet und werden von den Medien immer wieder aufgefordert, Wasser zu sparen (in einem Land, wo es einen Tag regnet und einen anderen nicht). Die Städte sind mit "laufenden Arbeiten" behaftet, die durch Spekulation und Korruption unglaublich lange dauern, eine Ewigkeit (durchschnittlich Jahre). Es ist ein Land, in dem die Medien der Bevölkerung Millionen von Einwanderern unter anstößigen Arbeits- und Wohnbedingungen verheimlichen, während der Staat so tut, als ob er nichts davon wüsste. Ganz zu schweigen von der weit verbreiteten prekären Jugendarbeit, in der die jungen Leute unterbezahlt und überbeansprucht sind. Und nicht zuletzt hat das Land trotz seines enormen Reichtums die höchste Sozialsteuer in Europa.  

 KORRUPTION UND STEUERHINTERZIEHUNG. Die Steuerhinterziehung in  Deutschland ist enorm, vor allem durch große Unternehmen." Al Overview" schätzt die Steuerhinterziehung in Deutschland auf 50 bis 150 Milliarden Dollar pro Jahr, "Deuschlandfunk" auf 200 Milliarden. Laut "statist" ist Deutschland das führende europäische Land für Steuerbetrug mit jährlich 150 Milliarden Euro Steuerhinterziehung (siehe Tabelle).

DOCH DEN SUPERREICHEN RÄUBER REICHT DAS NOCH NICHT! Trotz enormen Reichtums und Steuerhinterziehung greife die Bundesregierung die Arbeitnehmer an – bei Renten und Sozialleistungen. Ziel sei (inoffiziell), Mittel für stark steigende Militärausgaben zu beschaffen. Statt gegen Superreiche vorzugehen, werden Arbeitnehmer belastet. So berichtete die Tagesschau am 28. Mai 2026 („Weniger Geld und länger arbeiten?“): »Durch die Bild-Zeitung wurde vergangene Woche publik, dass die Rentenkommission der Bundesregierung das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anheben und das Rentenniveau senken wolle. Zwar wurde das direkt dementiert, doch das Thema ist in der Welt und sorgt weiterhin für reichlich Wirbel. (….) Die Debatte über die Rente mit 70 und eine Kürzung der Bezüge beschäftigen gerade viele Menschen. Die Diskussion wirft die Frage auf: Wie lange können Körper und Geist arbeiten?« Es folgt dann die „Tagesschau“ vom 3. Juni 2026 mit dem Titel „ Aus für "Rente mit 63" würde Milliarden sparen“: »Eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte würde die öffentlichen Kassen einer neuen Studie zufolge um 9,5 Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang entlasten. Zudem stünden dem Arbeitsmarkt zusätzlich rund 125.000 Vollzeitkräfte zur Verfügung«.Die Stoßrichtung der Regierung sei damit klar: gegen die Arbeitnehmer.

Das Portal „Bürger & Geld“ vom 26. Februar 2026 geht in dem Artikel „ Sozialstaat 2026: Wie Bürgergeld, Rente und Familienleistungen jetzt gekürzt oder eingefroren werden“ hingegen im Detail darauf ein, was die Regierung unter einer 

Verschlechterung der Sozialleistungen versteht: »Der deutsche Sozialstaat steht vor einem tiefgreifenden Umbau – und die finanziellen Stellschrauben liegen vor allem bei Bürgergeld, Rente, Pflege und familienpolitischen Leistungen wie Kindergeld und Elterngeld.« Mit anderen Worten: Für die imperialistische Regierung in Berlin bestehen die „wichtigsten finanziellen Hebel“ zur Beschaffung von Mitteln nicht darin, Maßnahmen gegen die Reichen zu ergreifen oder die Steuerhinterziehung in großem Stil zu bekämpfen, sondern darin, die Renten weiter zu kürzen, das Grundeinkommen zu senken, Kindergeld und Wohngeld zu kürzen (und wer weiß, was noch alles) – und das, obwohl die Bundesrepublik, wie berichtet, gemessen am BIP die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist, also über ein jährlich wachsendes nationales Vermögen verfügt (das von der Arbeiterklasse erwirtschaftet wird), und obwohl Deutschland bereits das schlechteste Rentensystem Europas hat. Das ist die Absicht der KAPITALISTISCHEN RÄUBER.

DIE ROLLE DER REGIERUNG. Der Marxismus bekräftigt und betont immer wieder, dass alle Regierungen Instrumente der herrschenden Bourgeoisie gegen das Proletariat sind. UND HIER IST WIEDER EINMAL DER BEWEIS, DIE BESTÄTIGUNG. Es ist wieder einmal die bürgerliche Regierung (bestehend aus Handlangerparteien, aber mit der versteckten Komplizenschaft der Oppositionsparteien, die stets vorgeben, Widerstand zu leisten), die im Auftrag der Kapitalisten die Arbeiter angreift. Damit die Reichen immer reicher werden und gleichzeitig die gigantische Aufrüstung für Zerstörung und Tod auf Kosten der Arbeiter vorangetrieben wird.

DIE GEWERKSCHAFTEN. Gewerkschaften sind Organisationen, die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten und sich natürlich gegen Verschlechterungen aussprechen.

Daher liegt es auch in diesem Fall in ihrer Logik und Aufgabe, Widerstand zu leisten. So heißt es auf dem Portal des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vom 21. Mai 2026 unter der Überschrift „DGB lehnt Rente mit 70 ab“: »Wer dieser Tage immer noch von einem Rentenalter 70 träumt, weiß nichts von der Lebensrealität von Beschäftigten Ü60 in deutschen Betrieben. Ältere Beschäftigte sind die ersten, die aktuell gekündigt werden und die letzten, die neu eingestellt werden. Damit ist und bleibt ein höheres Rentenalter eine Rentenkürzung für alle Beschäftigten und bestraft all jene, die nicht länger arbeiten können oder von den Unternehmen nicht mehr eingestellt werden. Die Kommission  muss am Ende einen Vorschlag vorlegen, der für alle Generationen mehr und nicht weniger Rente bedeutet, das Rentenalter 70 taugt dafür nicht.«. Daraufhin berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ vom 9. Juni 2026 unter der Überschrift „Gewerkschafter: Rente mit 70 wäre ‚schwerer Schlag‘“: »Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. „Das wäre ein harter Schlag“, sagte DGB-Bezirkschef Ernesto Harder der „Braunschweiger Zeitung“. „Das ist keine Reform, das wäre ein hartes Sparprogramm.“ Der DGB vertrete auch Branchen, „deren Mitglieder gar nicht bis 70 arbeiten können, weil sie das körperlich nicht durchstehen würden“«. Die offizielle Position der deutschen Gewerkschaft ist daher eindeutig: Sie lehnt eine Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre entschieden ab.

WÄHLEN BRINGT NICHTS. Marx warnt in seinem Text „Der parlamentarische Kretinismus“ die Arbeiter davor, dass Parlamente, Regierungen und die im Parlament vertretenen Parteien Instrumente der Bourgeoisie gegen die Arbeiterklasse sind und dass Wählen absolut nichts nützt – außer gefährliche illusionäre Vorstellungen zu erzeugen. 

Er stellt klar, dass nur harte Kämpfe die Erfolge und Errungenschaften der Arbeiter bestimmen können. Dies wurde stets durch Geschichte und Realität bestätigt. Errungenschaften, die durch Kämpfe erreicht wurden, werden von den Kapitalisten später mit Hilfe ihrer Regierungen und Parlamente schrittweise eingeschränkt und schließlich wieder abgeschafft.

Genau das geschieht heute auch in Deutschland: Das derzeitige Rentensystem, das in den 1960er und 1970er Jahren durch harte Kämpfe errungen wurde, steht unter Beschuss der Regierung. Eine Errungenschaft, die die Herrschenden über das Parlament nun deutlich verschlechtern wollen.

Wenn die Gewerkschaften nun an ihrem Widerstand gegen „die Rente mit 70“ festhalten, werden wir in Zukunft harte Kämpfe erleben. Die Revolutionäre werden bei diesen Kämpfen an vorderster Front stehen. Wie immer.


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