DER STEIGENDE ÖLPREIS DRÄNGT REGIERUNGEN IN RICHTUNG KERNKRAFT UND KOHLE. WAS WIRD MIT DER „Fridays for Future“ BEWEGUNG GESCHEHEN?

 

72 Minen. Der chinesische Imperialismus hat, aufgrund des Anstieges des Erdölpreises, 72 Kohleabbaustätten im eigenen Land, sowie weitere im demokratischen Australien wieder in Betrieb genommen. Praktisch hat die sog. Volksrepublik China damit das Pariser Abkommen gebrochen. Diese Nachricht erscheint nach wie vor in den Medien der meisten europäischen Länder, allerdings mit Ausnahme der deutschen Medienanstalten. Die Illusion der Möglichkeit einer “grünen Energie” innerhalb eines kapitalistischen Systems soll weiterhin aufrecht erhalten werden und ist in der deutschen Mentalität noch sehr stark verankert.

Die Wiedereröffnung der Kohleminen in China ist ein Ereignis, das den Erwartungen der ökologischen Fridays for Future“ Bewegung direkt zuwiderläuft. Es handelt sich dabei um eine, von den Medien durch intensive Publicity geschaffene, ökologische Bewegung, die als Ablenkung von den tiefen Widersprüchen der kapitalistischen Gesellschaft dienen soll. Im Zentrum dieser Bewegung steht die junge Aktivistin Greta Thunberg, die langen Zeit auf den Titelseiten der Zeitungen erscheinend, die Illusion befördern sollte, dass der Planet in naher Zukunft von den CO2-Emissionen der Kohlekraftwerke befreit werden könne.

Doch als die Sozialen Medien aus dem Nichts das Phänomen „Greta“ und der darauffolgenden „Fridays for Future“ Bewegung ins Leben riefen, lag der Erdölpreis, ein gleichermaßen umweltschädliches Produkt, bei 40 Dollar pro Barrel, und das Öl konnte leicht die, aus Kohle gewonnene, Energie ersetzen.

Jetzt aber ist der Ölpreis in die Höhe geschossen, er hat sich 

verdoppelt, und auch heute noch werden, wie immer, wenn der Ölpreis schnell steigt, die vergleichsweise günstigen Atom- und Kohlekraftwerke von unterschiedlichen Regierungen wieder in Betrieb genommen, und teilweise sogar neue Kraftwerke errichtet. Dies geschieht mit völliger Gleichgültigkeit gegenüber dem bisher angeprangerten Problem des Klimawandels. Eine Kritik von Seiten der deutschen Medienlandschaft bleibt dabei gänzlich aus.

Nach der kapitalistischen Logik wird folgendes geschehen: Da sich die Situation radikal gewandelt hat, wird die „Fridays for Future“ Bewegung für die Medienanstalten, die selbst im Besitz großer multinationaler Konzerne sind, plötzlich unbequem werden. Auch für die Politiker wird sich die Strategie, eine ökologische Bewegung zu unterstützen, die sich streng sowohl gegen die Nutzung von Kohle-, als auch von Kernkraftwerken wendet, als kontraproduktiv erweisen. Denn bei einem explodierenden Ölpreis gleichzeitig die umweltschädlichen Kohle- und Kernkraftwerke zu schließen, wie im Pariser Abkommen vorgesehen, würde bedeuten einen horrenden Profitverlust in Kauf zu nehmen, der innerhalb der kapitalistischen Logik als vollkommen sinnlos erscheinen muss..

Daher hat der chinesischen Imperialismus damit begonnen, den Kohleabbau wieder aufzunehmen und weiter auszubauen. Andere Länder 

daraufhin unweigerlich nachziehen müssen und verkünden bereits mit Stolz die bisherige Beibehaltung der, eigentlich zu schließen gewesenen, Kernkraftwerke.

Wir gehen daher davon aus, dass die junge Greta Thunberg und ihre Bewegung allmählich von den Titelseiten der Zeitungen verschwinden und stattdessen die wirtschaftlichen Vorteile, der  bisher so kritisierten  Energiequellen, ihren Platz einnehmen werden.

Nach der realistischen marxistischen Analyse verfolgte die „Fridays for Future“ Bewegung von Anfang an nur eine reine Utopie –  so wie jeder Versuch einer Reformierung des kapitalistische Systems als Utopie betrachtet werden muss. Das Wesen des kapitalistischen Systems besteht per Definition in der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Profitmaximierung und eines immer höheren Wirtschaftswachstums. Dieses System muss also zwingend eine zunehmende Umweltverschmutzung und den, damit verbundenen, Klimawandel weiterhin in Kauf nehmen, wenn es bestehen bleiben will. Mit dem Anstieg des Ölpreises und der damit einhergehenden Desillusionierung der internationalen ökologischen Bewegung, muss sich nun auch diese der kapitalistischen Realität stellen und erkennen, dass sie von Beginn an nichts weiter gewesen ist, als ein Instrument des weltweiten kapitalistischen Wirtschaftssystems.


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